Kinder unter Opfern

USA: Fünf Menschen erschossen – Täter starb auf der Flucht

Ausland
24.04.2013 22:51
Ein Mann hat in der Stadt Manchester im US-Bundesstaat Illinois am Mittwoch fünf Menschen erschossen. Die Opfer, darunter ein einjähriges Kind, wurden tot in ihrem Haus gefunden, wie die Polizei mitteilte. Zusätzlich werde eine Sechsjährige im Krankenhaus behandelt, die lebensgefährliche Verletzungen erlitt. Der Täter wurde auf der Flucht von einem Beamten getötet.

Die Polizei reagierte gegen 4.30 Uhr morgens auf einen Notruf aus einer Wohnanlage in der idyllischen Kleinstadt. Die alarmierten Beamten fanden daraufhin in einer Wohnung fünf Leichen. Die Opfer seien erschossen worden, erklärte Todd Kilby (Bild) von der Illinios State Police.

Laut einem Bericht der "Chicago Tribune" handelt es sich bei den fünf Toten um eine 65-jährige Frau, ihre 22-jährige Enkeltochter und deren Lebensgefährten sowie die Söhne des Paares im Alter von ein und fünf Jahren. Ein sechsjähriges Mädchen, die Tochter des Paares, überlebte die Bluttat und befinde sich in kritischem Zustand.

Täter trug verletztes Mädchen zu Nachbarn
Das Mädchen hatte der Täter aus der Wohnung getragen und einem Nachbarn übergeben, bevor er flüchtete, berichtete die Lokalzeitung "Jacksonville Journal Courier". Die Besorgnis um dieses Kind stellt die Polizei vor ein Rätsel. "Alles, was wir wissen, ist, dass er das Kind nach der Bluttat einem Nachbarn gebracht hat", so die Polizei. Einem weiteren Anrainer zufolge habe der Schütze den Mann gebeten, die Kleine ins Krankenhaus zu bringen. Der Nachbar habe dann umgehend die Polizei gerufen.

Der mutmaßliche Täter wurde wenig später nach einer kurzen Verfolgungsjagd bei einem Schusswechsel von einem Polizisten angeschossen. Er verstarb kurz nach seiner Einlieferung ins Krankenhaus.

Sorgerechtsstreit als Auslöser für Bluttat?
Der "Chicago Tribune" zufolge war dem Drama ein bitterer Sorgerechtsstreit vorausgegangen. Demnach hätten Nachbarn ausgesagt, dass der 43-jährige Schütze, der mittlerweile als Rick Smith identifziert wurde, bis vor Kurzem mit einer der Töchter der getöteten 65-Jährigen zusammengelebt habe. Mit ihr soll er eine vierjährige Tochter gehabt haben. Weder das Mädchen noch die Mutter waren zum Zeitpunkt der Bluttat in der Wohnung, so die Polizei. Die genauen Hintergründe der Bluttat liegen aber noch völlig im Dunkeln.

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