"Malala ist eine starke junge Frau", so der medizinische Direktor des Königin- Elizabeth- Krankenhauses, Dave Rosser. Zusammen mit ihrem Pflegeteam habe sie große Fortschritte bei der Genesung erzielt. Daher hätten die Ärzte beschlossen, dass Malala nach Hause dürfe. Sie habe bereits in den vergangenen Wochen mehrmals die Klinik vorübergehend verlassen und bei ihrer Familie leben können, berichtete er abschließend.
Am Donnerstag war bekannt geworden, dass die pakistanische Familie vorerst weiter in England bleiben kann. Malalas Vater hat eine Stelle als Bildungsattache beim Konsulat Pakistans in Birmingham bekommen.
Seit dem Anschlag auf das Mädchen hat Malalas Familie Angst, nach Pakistan zurückzukehren, denn die Taliban haben bereits neue Drohungen ausgesprochen. Die pakistanische Regierung sagte der Familie allerdings ihre Unterstützung zu.
Malalas Geschichte hatte weltweit Aufsehen erregt. Sie hatte sich in ihrer Heimat bereits im Alter von elf Jahren für die Schulbildung von Mädchen eingesetzt und gegen die Taliban protestiert, die Mädchen und Frauen den Zugang zu Bildung verweigern. Am 9. Oktober 2012 wurde sie wegen ihrer pro- westlichen Einstellung in ihrer Heimatstadt Mingora im Swat- Tal gezielt von Taliban niedergeschossen (siehe Infobox).
Wenige Tage später wurde das lebensgefährlich verletzte Mädchen nach England geflogen und in die Klinik gebracht. Dort hatte sie unter anderem Pakistans Präsident Asif Ali Zardari besucht.