Hinderung an Flucht
Syrien: Regierung legt Waldbrand an Grenze zur Türkei
Aufständische warfen der Regierung in Damaskus vor, alle Wege abschneiden zu wollen. "Sie fangen damit an, entlang der ganzen Grenze Feuer zu legen", sagte einer der Rebellen in einem Flüchtlingslager in Yayladagi, etwa einen Kilometer von der Grenze entfernt in der türkischen Provinz Hatay. Wegen der Brände müssten Flüchtlinge nun weite Wege gehen. "Aus einer einstündigen Reise ist jetzt eine dreistündige geworden." Einige Verletzte seien gestorben, weil sie nicht rechtzeitig Hilfe erhielten.
Fluchtwege werden Raub der Flammen
Syrischen Soldaten überwachen von zwei Türmen aus die Grenze nahe Guvecci (siehe Bild). Diese Stelle wird von den Aufständischen nicht mehr benutzt, da die verkohlten Baumstümpfe kaum Deckung bieten. In dem Lager in Yayladagi warf der Älteste Malik Ali den Regierungstruppen vor, auch die Felder der syrischen Bauern entlang der Grenze in Brand zu setzen. Die Vorgänge auf der syrischen Seite können allerdings kaum überprüft werden, da internationale Journalisten nicht ungehindert arbeiten können.
Aufstand forderte bereits mehr als 10.000 Menschenleben
Nach türkischen Angaben lebten Anfang des Monats fast 27.000 syrische Flüchtlinge in türkischen Lagern. Mindestens 2.000 weitere sollen sich in anderen Teilen des Landes aufhalten. Bei dem seit 15 Monaten anhaltenden Aufstand gegen Präsident Baschar al-Assad sind nach Schätzungen der Vereinten Nationen mindestens 10.000 Menschen ums Leben gekommen.







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