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Streik am Frankfurter Airport endet um 21 Uhr

22.02.2012, 14:55
Streik am Frankfurter Airport endet um 21 Uhr (Bild: dpa/Boris Roessler)
Foto: dpa/Boris Roessler
Nach einem Gesprächsangebot des Flughafenbetreibers Fraport setzt die deutsche Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) die Streiks am Flughafen in Frankfurt am Main aus. Der Ausstand werde mit Beginn der Nachtschicht gegen 21 Uhr beendet, sagte der Bundesvorsitzende der GdF, Michael Schäfer, am Mittwoch. Flüge von und nach Österreich können dennoch ausfallen.

Die ersten der rund 200 streikenden Mitarbeiter vom Vorfeld sollen demnach ab 21 Uhr ihre Arbeit wieder aufnehmen und eine Stunde später dann den Flugzeugbetrieb am Boden wieder operativ übernehmen. Bis auf weiteres können aber weiterhin Flüge von und nach Frankfurt ausfallen, erklärte eine einer Sprecherin von Lufthansa. Es werde Zeit beanspruchen, die schon gestrichenen Flüge wieder in den Flugplan aufzunehmen.

Am Mittwochnachmittag sind laut Lufthansa- Homepage für Donnerstag fünf Flüge zwischen Wien und Frankfurt sowie je ein Hin- und Rückflug nach Graz storniert. Es bestünde jedoch die Möglichkeit, dass die Flugzeuge doch starten können. Passagieren wird empfohlen, sich am Donnerstag zu informieren. Die Flüge der AUA und flyniki fallen dagegen voraussichtlich nicht aus.

Verhandlungen am Donnerstag

Fraport hatte der GdF am Morgen ein schriftliches Gesprächsangebot übermittelt. "Wir haben den Inhalt geprüft und Fraport daraufhin unsere Bereitschaft mitgeteilt, Gespräche aufzunehmen", sagte GdF- Chef Schäfer. Die Gespräche würden ab Donnerstagmorgen stattfinden. Der Streik werde laut Schäfer bis zu einem möglichen Ergebnis oder bis zum Abbruch der Verhandlungen durch eine Tarifpartei ruhen.

Das Vorfeldpersonal hatte den Frankfurter Flughafen seit der vergangenen Woche bestreikt. Auch in Österreich wurden einige Flüge gestrichen.

Streit um Gehalt

Hintergrund des Konfliktes war, dass Fraport die Forderung der GdF nach einem eigenen Tarifwerk mit hohen Gehaltssteigerungen für die rund 200 Vorfeldbeschäftigten nicht akzeptieren wollte. Die Gewerkschaft verlangte deutliche Lohnerhöhungen für die Flugzeug- Einweiser in Frankfurt. Die Arbeit der Vorfeld- Beschäftigten, die Jets etwa Parkpositionen zuweisen, sei mit der Eröffnung der vierten Landebahn wesentlich anspruchsvoller geworden, argumentierten die Arbeitnehmervertreter.

Fraport dagegen sprach von überzogenen Forderungen der GdF, die auf Gehaltserhöhungen um bis zu 70 Prozent hinauslaufen würden.

AG/red
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