Bei der Kaffehaus-Kette wurde ein Teil der besseren Entlohnung von leitenden Angestellten über die Trinkgelder finanziert. "Starbucks nahm illegalerweise einen großen Teil des Trinkgeldes und bezahlte damit die Schichtführer, anstatt den Lohn aus der eigenen Tasche zu bezahlen. Das Urteil gibt nun den Angestellten ihr verdientes Geld zurück", erklärte die Anwältin der Klägerin. Eine Sprecherin von Starbucks kündigte an, dass das Unternehmen in Berufung gehen werde: "Das Urteil ist grundsätzlich unfair und gegen jede Vernunft."
Die Kläger hatten ausgeführt, mit der Einbeziehung des Aufsichtspersonals in die Trinkgeld-Auszahlungen würden die Arbeitskosten durch die untersten Einkommensgruppen "subventioniert". Starbucks hingegen vertrat die Ansicht, die leitenden Mitarbeiter müssten ihren "fairen" Anteil an den Trinkgeldern erhalten. Das Urteil bezieht sich auf 87 Millionen Dollar Trinkgelder, die seit dem Jahr 2000 in Kalifornien eingenommen wurden, samt 19 Millionen Dollar Zinsen. Zu klären bleibt, wie das Geld unter den Beschäftigten in den 2.460 Starbucks-Lokalen in Kalifornien aufgeteilt werden soll.