15 Jahre Haft drohen
Spionage für Russland: Prozess gegen Niederländer
Der Niederländer P. war im März 2012 verhaftet worden. Möglich wurde dies durch Informationen, die sich bei den Ermittlungen gegen ein mutmaßliches Agenten-Ehepaar in Deutschland ergaben. Das Paar, bekannt unter seinen Alias-Namen Andreas und Heidrun Anschlag, steht derzeit in Stuttgart vor Gericht. Den beiden wird vorgeworfen, mehr als 20 Jahre lang für den russischen Geheimdienst spioniert zu haben.
Nach Ansicht der deutschen wie der niederländischen Anklagebehörden lieferte P. den Anschlags von 2008 bis 2011 regelmäßig Dokumente der NATO und der EU. Dafür zahlten die Anschlags ihm mehr als 72.000 Euro. Nach Angaben der niederländischen Staatsanwälte war P. hoch verschuldet.
Die Staatsanwaltschaft wies die Argumentation des Anwalts von P. zurück, wonach sich sein Mandant nur mit den Anschlags getroffen habe, weil er ihnen bei der Suche nach einer Ferienwohnung in den Niederlanden helfen wollte. Diese Geschichte hätten sich die drei für den Fall zurechtgelegt, dass ihre Spionageaktivitäten auffliegen, erklärte die Staatsanwaltschaft. Das Urteil gegen P. wird in zwei Wochen erwartet.







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