53 Prozent skeptisch
Spanien: Juan Carlos unbeliebter als Finanzbeamte
Ausland
07.04.2013 19:36
Spaniens König Juan Carlos hat nach einer Umfrage der Zeitung "El Pais" in der Bevölkerung seines Landes stark an Popularität verloren. Wie das linksliberale Blatt am Sonntag berichtete, rangiert der 75-jährige Monarch in einer Beliebtheitsskala noch hinter den Inspektoren des Finanzamts. 53 Prozent der Befragten missbilligten die Amtsführung des Königs, nur 42 Prozent hießen sie gut.
Juan Carlos habe vor allem bei sozialistischen Wählern und jungen Leuten an Sympathien verloren, berichtete das Blatt. Seine Werte seien derzeit noch schlechter als vor einem Jahr, als bekannt wurde, dass er an einer umstrittenen Elefantenjagd in Afrika teilgenommen hatte. Kronprinz Felipe kommt auf deutlich bessere Zahlen als sein Vater: 61 Prozent der Befragten hießen seine Amtsführung gut, 33 Prozent missbilligten sie.
Die Umfrage wurde gemacht, bevor die Königstochter Cristina wegen ihrer möglichen Verwicklung in einen Finanzskandal von einem Ermittlungsrichter zu einer Beschuldigten erklärt wurde. Die Beliebtheitswerte der Mitglieder des Königshauses dürften sich seither nicht verbessert haben.
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