Minister im Visier
Somalia: Anschlag auf Konvoi fordert mehrere Todesopfer
Innenminister Abdikarim Huseen Gulled entkam dem Attentat unverletzt. Der US-Sender CNN berichtete, in dem angegriffenen Autokonvoi habe sich auch eine Delegation des Emirates Katar befunden. Die Mitglieder der katarischen Delegation seien in den gepanzerten Wagen unverletzt geblieben.
Zu dem Attentat bekannte sich die Extremistengruppe Al-Shabaab, die gleichzeitig weitere Anschläge androhte. "Weitere Explosionen stehen bevor", sagte Al-Shabaab-Sprecher Sheikh Abdiasis Abu Musab der Nachrichtenagentur Reuters per Telefon.
Augenzeuge: "Leichen in Teile zerrissen"
Augenzeugen berichteten, mehrere Autos seien völlig zerstört worden. "Ich sah die Leichen mehrerer Leute", sagte der Augenzeuge Kiin Omar Makaraan. "Ihre Leichen waren in Teile zerrissen." Somalische Twitterer berichteten, nach dem Anschlag seien zahlreiche Schüsse gefallen.
Islamisten-Miliz verübt seit Vertreibung laufend Attentate
Die Straße war gerade erst nach einer dreitägigen Sperre für den Verkehr wieder freigegeben worden. Die Regierung hatte nach Anschlagsdrohungen der radikalislamischen Miliz Shabaab die Sperrung der Verkehrsachsen Mogadischus angeordnet.
Die Islamisten-Miliz hatte nach 2007 große Teile Somalias und der Hauptstadt erobert, wurde aber 2011 mit Hilfe afrikanischer Eingreiftruppen aus Mogadischu vertrieben. Seitdem spezialisiert sich die Miliz auf Bombenanschläge (siehe Infobox).
Neue UN-Mission für Somalia beschlossen
Nach Jahrzehnten des Chaos in Somalia wollen die Vereinten Nationen unterdessen mit einer neuen UN-Mission dem ostafrikanischen Land auf die Beine helfen. Der UN-Sicherheitsrat beschloss am Donnerstag in New York einstimmig die Bildung der UNSOM (United Nations Assistance Mission in Somalia). Die zunächst auf zwölf Monate begrenzte Unterstützungsmission besteht nicht aus Blauhelm-Soldaten, sondern Experten, die die Regierung und die örtlichen Behörden von Juni an unterstützen sollen.







Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.