Es gibt wieder Sprit
Chaos-Tage nach Streikende in Griechenland vorbei
Der Streik hatte landesweit zu erheblichen Engpässen bei der Versorgung vor allem mit Treibstoffen geführt und auch dem griechischen Tourismus erheblich geschadet. Wegen des Spritmangels mussten Tausende Urlauber ihre Mietwagen abgeben. Andere, die mit dem Wohnmobil oder dem eigenen Wagen unterwegs waren, mussten auf Campingplätzen oder in Hotels ausharren.
Am Wochenende hatte das Militär auf Anordnung der Regierung des sozialistischen Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou bereits die Belieferung von Krankenhäusern, Behörden, Elektrizitätswerken und anderen wichtigen Einrichtungen wie Häfen und Flughäfen übernommen. Unter Polizeischutz wurden mehr als die Hälfte der Tankstellen in Athen und der zweitgrößten Stadt Thessaloniki versorgt. Auch viele Tankwagenbesitzer, die die Regierung zum Dienst verpflichtet hatte, setzten ihre Fahrzeuge ein.
Lizenzen werden durch Gesetz nahezu entwertet
Die Lastwagenbesitzer protestierten seit Montag gegen ein geplantes Gesetz der Regierung, wonach künftig jeder Inhaber eines Lkw-Führerscheins eine Transportlizenz bekommen kann. Er muss nur in der Lage sein, sich einen Laster zu kaufen. Bisher war die Zahl dieser Lizenzen auf etwa 30.000 limitiert und seit 40 Jahren wurden keine neuen mehr ausgegeben. Wenn sich ein Fahrer zur Ruhe setzte, konnte er sie für bis zu 300.000 Euro verkaufen.
Die Transporteure - vor allem jene, die ihre Lizenz in den letzten Jahren erwarben, sehen in der eigentlich von der EU im Sinne der Marktöffnung geforderten Gesetzesänderung eine Enteignung ihres Vermögens, weil mit der Öffnung der Wert ihrer Lizenzen sinkt.
Der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou erklärte am Samstag, das Gesetz werde ungeachtet der Proteste in die Tat umgesetzt. "Wenn es geschlossene Berufe gibt, ist es logisch, dass die Transportkosten teurer und damit auch unsere Produkte teurer sind", sagte Papandreou. Das werde es "bald nicht mehr geben".







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