Politiker in Japan:
“Sexsklaven waren in Kriegszeiten notwendig”
Die in Japan euphemistisch "Trostfrauen" genannten Zwangsprostituierten hätten der Erholung der tapferen Soldaten gedient, erklärte der nationalistische Bürgermeister der Millionenstadt Osaka. "Wenn man Soldaten, die unter Bedingungen, bei denen Kugeln herumfliegen wie Regen und Wind, ihr Leben riskieren, ausruhen lassen will, ist ein System der Trostfrauen notwendig. Das ist jedem Menschen klar", sagte der beim Volk beliebte Hashimoto laut Medienberichten.
Außerdem gebe es keine klaren Beweise, dass das japanische Militär damals die Frauen gezwungen habe, sich zu prostituieren, so der konservative Politiker.
China: Zwangsprostitution war "ein schweres Verbrechen"
China kritisierte die Äußerungen Hashimotos. Die Zwangsprostitution sei "ein schweres Verbrechen" gewesen, erklärte das Außenministerium in Peking am Dienstag und mahnte, Japans Zukunft hänge vom Umgang mit seiner Vergangenheit ab. Historiker schätzen, dass bis zu 200.000 Frauen zu Sexdiensten in den Soldatenbordellen der japanischen Kaiserarmee gezwungen wurden.
Die Regierung in Tokio distanzierte sich von Hashimotos Äußerungen. Außenminister Fumio Kishida sagte, er hoffe, dass dies nicht die Beziehungen mit Südkorea belasten werde.
Besuch bei Kriegsverbrecher-Schrein als umstrittene Tradition
Japans Haltung zu seiner Kriegsgeschichte sorgt bei seinen Nachbarn immer wieder für Entrüstung und Kritik. Erst Ende April besuchten zahlreiche japanische Abgeordnete den umstrittenen Yasukuni-Schrein in Tokio, der auch japanische Kriegsverbrecher ehrt. Südkorea und China reagierten mit scharfer Kritik auf den wiederholten Besuch.







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