Am 9. Jänner war es zu Problemen mit der Blackbox der "Costa Concordia" gekommen. Daher konnte nicht genau rekonstruiert werden, was nach der Havarie vor der Insel Giglio geschah, hieß es.
Laut den Ermittlern waren die Probleme mit der Blackbox am 10. Jänner gemeldet worden. Die Gesellschaft, die mit der Instandhaltung der Kontrollsysteme beauftragt war, wollte am 14. Jänner nach der Ankunft des Schiffes in dem Hafen der ligurischen Stadt Savona die Blackbox reparieren. Dazu kam es nicht, da die "Costa Concordia" eine Tag vorher gegen einen Felsen vor der Insel Giglio auflief.
Aus den Gutachten der Experten geht außerdem hervor, dass sich an Bord der "Costa Concordia" Seekarten befanden, in denen die Felsen, auf die das Kreuzfahrtschiff mit 4.200 Menschen an Bord - darunter auch 77 Österreicher - auflief, nicht eingezeichnet waren. Dies wird jedoch von Costa Crociere, Betreiber des verunglückten Schiffes, bestritten.
Der Kapitän des Schiffes, Francesco Schettino, steht seit dem Unglück unter Hausarrest. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm unter anderem mehrfache fahrlässige Tötung und das Verlassen des Schiffes während der nächtlichen Evakuierung vor.