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19.06.2013 - 13:59

Schon vier Tage vor Unglück Panne auf "Costa Concordia"

03.07.2012, 15:31
Schon vier Tage vor Unglück Panne auf "Costa Concordia" (Bild: EPA)
Foto: EPA
Schon vier Tage vor der Havarie des italienischen Kreuzfahrtschiffes "Costa Concordia" vor der Küste der toskanischen Insel Giglio war es zu einer Panne im Kontrollsystem des Luxusliners gekommen. Dies geht aus Gutachten der von den italienischen Staatsanwälten eingesetzten Experten hervor, die die Ursachen des Unglücks mit 32 Todesopfern ermitteln sollen, berichtete die Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera" am Dienstag.

Am 9. Jänner war es zu Problemen mit der Blackbox der "Costa Concordia" gekommen. Daher konnte nicht genau rekonstruiert werden, was nach der Havarie vor der Insel Giglio geschah, hieß es.

Laut den Ermittlern waren die Probleme mit der Blackbox am 10. Jänner gemeldet worden. Die Gesellschaft, die mit der Instandhaltung der Kontrollsysteme beauftragt war, wollte am 14. Jänner nach der Ankunft des Schiffes in dem Hafen der ligurischen Stadt Savona die Blackbox reparieren. Dazu kam es nicht, da die "Costa Concordia" eine Tag vorher gegen einen Felsen vor der Insel Giglio auflief.

Felsen waren nicht in Seekarten verzeichnet

Aus den Gutachten der Experten geht außerdem hervor, dass sich an Bord der "Costa Concordia" Seekarten befanden, in denen die Felsen, auf die das Kreuzfahrtschiff mit 4.200 Menschen an Bord - darunter auch 77 Österreicher - auflief, nicht eingezeichnet waren. Dies wird jedoch von Costa Crociere, Betreiber des verunglückten Schiffes, bestritten.

Der Kapitän des Schiffes, Francesco Schettino, steht seit dem Unglück unter Hausarrest. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm unter anderem mehrfache fahrlässige Tötung und das Verlassen des Schiffes während der nächtlichen Evakuierung vor.

AG/red
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