Trotz Unglück

Schettino rechnet mit Rückkehr auf Kommandobrücke

Ausland
30.01.2013 12:36
Er hat als "Capitano criminale" Schlagzeilen gemacht, nachdem er den Luxusliner "Costa Concordia" zum Kentern gebracht hatte. Obwohl er seine Zeit derzeit hauptsächlich vor Gerichten verbringt, denkt Francesco Schettino aber bereits über seine Rückkehr auf die Kommandobrücke nach.

"Ja, sicherlich", sagte Schettino am Mittwoch vor einem Prozesstermin auf die Frage, ob er wieder am Steuer eines solchen Schiffes stehen werde, berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa.

Schettino kämpft gegen seine Entlassung
Schettino kämpft vor mehreren Gerichten gegen seine Entlassung durch die Kreuzfahrtgesellschaft Costa Crociere und war zu einer zweiten nicht öffentlichen Anhörung vor Arbeitsrichtern geladen. Schettino behauptet, er habe bei dem Unglück alle seine Pflichten erfüllt. Er verlangt daher von Costa Crociere die Wiedereinstellung und die Zahlung der Gehälter, die er seither nicht erhalten hat. 

Die Kreuzfahrtgesellschaft ist dagegen der Ansicht, dass Schettino nicht nur das Unglück durch ein riskantes Manöver verschuldet, sondern auch anschließend die Evakuierung verzögert und das Schiff verlassen habe, obwohl noch Hunderte Menschen an Bord waren.

Schwarzer Tag für Giglio
Das Schiff war am 13. Jänner 2012 dicht vor Giglio auf Grund gelaufen und leckgeschlagen, 32 Menschen kamen bei dem Unfall ums Leben. Das Wrack liegt immer noch vor der Insel, mit einer Bergung ist laut Rederei nicht vor September zu rechnen.

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