8,2 auf Richterskala
“Russland wurde von Beben kräftig durchgeschüttelt”
Das Epizentrum des Bebens lag nördlich von Japan vor der russischen Pazifikhalbinsel Kamtschatka in einer Tiefe von 600 Kilometern unter dem Boden des Ochotskischen Meeres.
Das Geoforschungszentrum in Potsdam und die US-Erdbebenwarte gaben die Stärke der Erschütterungen am Freitag mit 8,2 an. Das Beben habe sich demnach um 7.44 Uhr MESZ ereignet und sei noch in Rumänien zu spüren gewesen. Das Zivilschutzministerium in Moskau gab zunächst eine Tsunami-Warnung für Russlands größte Insel Sachalin sowie die Kurilen-Inselgruppe heraus, bald darauf gab es jedoch Entwarnung.
900 Menschen in Moskau evakuiert
Leichte Erdstöße waren auch in der 7.000 Kilometer entfernten Hauptstadt Moskau zu spüren. Nach panischen Anrufen brachten die Behörden dort rund 900 Menschen in Sicherheit, etwa 9.000 weitere Personen verließen in der Millionenmetropole kurzzeitig ihre Häuser. Der Experte Alexander Solowjow von der Akademie der Wissenschaften rechnete zwar nicht mit Nachbeben, der Zivilschutz blieb jedoch in Bereitschaft und rief die Bewohner zur erhöhten Wachsamkeit auf.
Auf Sachalin steht eine ausgedehnte Erdgasförderanlage, in den Häfen von Kamtschatka ankern Atom-U-Boote der Pazifikflotte. Die Region gilt als dünn besiedelt. Unter Kamtschatka, dem "Land aus Feuer und Eis", kommt es immer wieder zu Erdbeben, da dort drei Kontinentalplatten kollidieren. "Hier platzt die Naht der Erde", beschrieb es einmal der russische Forscher Denis Budkow.







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