Mindestens ein Toter
Russland: Explosion in Munitionsdepot im Stadtgebiet
Der Zivilschutz verhängte den Ausnahmezustand in dem betroffenen Areal. Nur wenige Menschen durften in aller Eile aus ihren Wohnungen wichtige Dokumente holen. Die Behörden suchen unterdessen weiter nach der Unglücksursache. Als Möglichkeiten gelten ein Unfall bei der Vernichtung alter Munition oder unsachgemäße Lagerung.
Feuer bedroht Granaten-Lager
Die Wucht der Detonation am Dienstagabend riss Balkone ab und ließ Fenster zersplittern. Teile des Depots standen auch Stunden nach dem Unfall in Flammen. Das Feuer droht weiterhin, auf ein Lager mit insgesamt 18 Millionen Granaten überzugreifen.
Mit Spezialflugzeugen habe die Feuerwehr den Brandherd mittlerweile lokalisiert, hieß es. Allerdings würden die hohen Temperaturen sowie eine andauernde Explosionsgefahr die Löscharbeiten massiv behindern. Der Zivilschutz schickte Löschroboter und ein Feldlazarett. Das Verteidigungsministerium verlegte einen Trupp Pioniere für Aufräumarbeiten an die Unglücksstelle.
Putin verspricht Unterstützung
Kremlchef Wladimir Putin ordnete eine schnelle Finanzhilfe für Anwohner an, deren Wohnungen und Autos durch den Unfall beschädigt wurden. Der Gouverneur des Gebiets, Nikolai Merkuschkin, ließ zum Schutz vor Plünderungen Sicherheitskräfte um die leer stehenden Siedlungen patrouillieren.
In vielen Städten des Gebiets riefen Hilfsorganisationen zu Kleiderspenden auf. Die Bewohner von Tschapajewsk, das zu Sowjetzeiten eine geschlossene Stadt war, beklagen seit Langem, dass gefährliche Munition so nahe an ihren Häusern lagert.
In russischen Waffendepots kommt es wegen Verstößen gegen die Sicherheitsvorschriften und wegen Schlamperei immer wieder zu schweren Unfällen mit vielen Toten und Verletzten.







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