Laut Medienbericht

Russen wollen Flugabwehr-System an Syrien verkaufen

Ausland
09.05.2013 08:33
Trotz westlichen Protests plant Russland einem Zeitungsbericht zufolge den Verkauf eines modernen Flugabwehrsystems an das syrische Regime. Wie das "Wall Street Journal" am Mittwoch berichtete, liegen Israel entsprechende Informationen vor. Israel habe die USA über den bevorstehenden Schritt informiert.

Der syrische Machthaber Bashar al-Assad bemüht sich seit Jahren um den Kauf des russisches S-300-Raketensystems, das sich sowohl zur Bekämpfung von feindlichen Flugzeugen als auch von ballistischen Raketen einsetzen lässt. Westliche Staaten haben Russland wiederholt gedrängt, die Lieferung zu unterlassen. Das Abwehrsystem könnte im Falle einer internationalen Intervention in Syrien auch gegen ausländische Kampfflugzeuge zum Einsatz kommen.

Russland ist einer der letzten Unterstützer Assads. Die EU hat ein Waffenembargo gegen Syrien verhängt. Es gibt aber Stimmen in der EU, die eine Lockerung zugunsten der Rebellen fordern. Der mehr als zweijährige Konflikt in Syrien zwischen Regierungseinheiten und Rebellen hat sich längst zu einem Bürgerkrieg mit mehr als 70.000 Toten ausgewachsen. Russland und die USA haben sich eben erst darauf verständigt, hinsichtlich des Syrien-Konfliktes enger zu kooperieren (siehe Infobox).

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