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Romney an Obama: "USA haben genug von Ihrer Hilfe"

06.02.2012, 13:09
Romney an Obama: "USA haben genug von Ihrer Hilfe" (Bild: EPA)
Foto: EPA
Mitt Romney, Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur der US- Republikaner, hat seine Rolle als Favorit im parteiinternen Vorwahlkampf weiter festigen können. Aus der Abstimmung in Nevada ging Romney am Wochenende als klarer Sieger hervor. Sein größter Rivale Newt Gingrich blieb weit abgeschlagen auf dem zweiten Platz. Romney wandte sich unmittelbar nach seinem Erdrutschsieg an Barack Obama: "Herr Präsident, Nevada hat genug von Ihrer Hilfe."

Romney kam in Nevada laut US- Medien auf 50 Prozent der Stimmen, Gingrich erreichte lediglich 21,1 Prozent. Der texanische Abgeordnete Ron Paul landete mit 18,7 Prozent auf Platz drei, der christlich- konservative Ex- Senator Rick Santorum erkämpfte sich 9,9 Prozent der Stimmen.

Das Endresultat kam erst Montag früh und ließ damit fast zwei Tage auf sich warten. Die Republikaner nannten "diverse Abweichungen" sowie "altmodische handausgefüllte Wahlzettel" als Grund für die Verzögerung. Der Zählvorgang sei aber von allen Seiten anerkannt worden.

"USA brauchen fähigen Präsidenten"

"Nevada hat genug von Ihrer Hilfe", erklärte Romney nach seinem Sieg mit Blick auf Präsident Obama, gegen den er im November antreten will. "Die USA brauchen einen fähigen Präsidenten, der die Wirtschaft wieder in Gang bringt, weil er etwas von der Wirtschaft versteht", sagte der Multimillionär.

Romneys Sieg - sein zweiter in Folge - kam nicht überraschend. In Umfragen hatte der Ex- Gouverneur von Massachusetts klar vorne gelegen, was nicht zuletzt daran gelegen haben könnte, dass in dem Wüstenstaat viele Mormonen leben. Vor vier Jahren, als sich Romney bereits erfolglos um die Kandidatur bemüht hatte, hatten die Wähler in Nevada bereits mit großer Mehrheit für ihren Glaubensbruder gestimmt.

Gingrich will weiterkämpfen

Rivale Gingrich zeigte sich aber trotz der klaren Niederlage weiter kämpferisch. Er kündigte an, bis zum Ende des Vorwahlkampfes im August antreten zu wollen. "Wir werden den ganzen Weg bis Tampa weitermachen", versicherte Gingrich mit Blick auf den Parteitag der Republikaner in der Stadt in Florida im August und reagierte damit auf Gerüchte von Romneys Wahlkampfteam, er wolle sich aus dem Rennen zurückziehen.

AG/red
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