Riesige Lücke droht
Rekordsumme: UNO benötigt 5,7 Mrd. € für Hilfsaktionen
Es gehe darum, dass den von Katastrophen und Konflikten betroffenen Menschen schnell geholfen werden könne, sagte die UN-Nothilfekoordinatorin Valerie Amos, die direkt UN-Generalsekretär Ban Ki Moon unterstellt ist, am Dienstag in Genf. Insgesamt gebe es 425 von Hilfsorganisationen betreute Projekte, darunter die Erdbeben- und Flutkatastrophen in Haiti und Pakistan.
Noch nie haben die Vereinten Nationen von der internationalen Gemeinschaft so viel Geld verlangt, seit sie 1991 das System der jährlichen Appelle eingerichtet haben. Bei ihren Spenden sagen die UN-Mitgliedstaaten nach Angaben von Amos in der Regel, wie und wo es eingesetzt werden soll.
"Nicht die vergessenen Katastrophen übersehen"
"Ich weiß, dass viele Länder hart daran gearbeitet haben, auch in der Finanzkrise ihren Verpflichtungen nachzukommen", sagte Amos. "Unsere Arbeit rettet Leben." Die UN-Koordinatorin rief aber auch dazu auf, die sogenannten "vergessenen Katastrophen", etwa die Überschwemmungen in Westafrika, nicht zu übersehen.
Amos zufolge gingen die Hilfsanforderungen für afrikanische Staaten wie Somalia, Niger und Simbabwe leicht zurück, weil dort zum Beispiel die Ernten besser ausfielen. Andere Regionen zeigten jedoch, wie problematisch Wetterschwankungen seien. Dort komme es dann zu Hungersnöten.
Zehn Milliarden € für die größten Katastrophen bereitgestellt
Für die größten Katastrophen im laufenden Jahr wurden gezielt 13 Milliarden Dollar (zehn Milliarden Euro) bereitgestellt - von Staaten und Privatleuten. Dies sei ebenfalls eine Rekordsumme, stellte Amos fest. Allein Haiti bekam von 124 UN-Mitgliedsstaaten Unterstützung.
Erst kürzlich war bekannt geworden, dass Österreich seine freiwilligen Zahlungen an die UNO im Rahmen des Sparbudgets vermutlich kürzen wird.







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