Obama-Gegner
Politiker aus Texas verschenkt via Twitter Gewehr
Um am Gewinnspiel teilzunehmen, das noch bis 4. Juli läuft, sind lediglich eine Zeichnung des Bushmaster AR-15, Vor- und Nachname sowie Postleitzahl und eine E-Mail-Adresse nötig. Die Waffe sei inzwischen "in Geschäften beinahe unmöglich zu finden und die Nummer eins auf der Wunschliste" derjeniger, die sich für einen Waffenbann aussprechen, wird auf der zugehörigen Website der Verlosung behauptet.
Tatsächlich ist in den USA seit Monaten eine hitzige Diskussion im Gang, ob halbautomatische Waffen wie das AR-15 tatsächlich an Privatpersonen verkauft werden sollten. Schließlich kann man mit dem Gewehr bis zu 800 Schuss Munition in nur einer Minute abfeuern - für Jagdausflüge oder zur Selbstverteidigung sei das vollkommen unnötig, so die Waffengegner. Derartige Gewehre seien lediglich eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit, wie zahlreiche Amokläufe gezeigt hätten.
AR-15 bei Massaker an Volksschule verwendet
Stockman lässt sich von solchen Argumenten nicht überzeugen, im Gegenteil. Er will noch ein AR-15 an den Mann oder die Frau bringen. Teilnehmen dürfe jeder Amerikaner ab 18 Jahren, ist auf der Website zu lesen - und dass die Waffe nur über einen lizenzierten Waffenhändler an den Gewinner abgegeben werde. Beinahe merkwürdig mutet an, dass sich der Gewinner einer Hintergrundüberprüfung durch den Händler unterziehen muss - eine Vorgehensweise, gegen deren Ausweitung die US-Waffenlobby üblicherweise Sturm läuft.
Doch vermutlich geht selbst Stockmans Wille zur Provokation nicht so weit, die Waffe in fragwürdige Hände abzugeben - schließlich war ein AR-15 auch während des Massakers an der Sandy-Hook-Volksschule mit 20 toten Kindern und sechs Angestellten verwendet worden.
"Verfolgte" Waffenbesitzer nach Texas eingeladen
Dabei hatte Stockman für die Reaktion des Bundesstaats Connecticut, in dem sich die Schule befindet, noch im April keinerlei Verständnis gezeigt. Dort war nach dem Amoklauf eines der strengsten Waffengesetze der USA beschlossen worden (siehe Infobox). Stockman zeigte sich in einem offenen Brief damals entsetzt über das "drakonische" Vorgehen und lud angeblich "verfolgte" Waffenbesitzer aus Connecticut in seinen Bundesstaat ein: "Kommen Sie nach Texas! Hier werden Ihre Rechte nicht verletzt, anders als durch viele derzeitige lokale Regime."
Auch sonst setzt Stockman gern auf markige Sprüche, um auf sich aufmerksam zu machen. So warb er etwa im gleichen Monat mit folgenden Autoaufklebern für sich: "Wenn Babys Waffen hätten, würden sie nicht abgetrieben."







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