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Philippinen: 43 Tote und viele Vermisste nach Erdbeben

06.02.2012, 14:57
Philippinen: 43 Tote und viele Vermisste nach Erdbeben (Bild: EPA)
Foto: EPA
Ein starkes Erdbeben hat am Montag auf den Philippinen mindestens 43 Menschen in den Tod gerissen. Dutzende weitere Personen - zumindest 40 - gelten als vermisst oder verschüttet. Die Behörden hatten zunächst auch Tsunami- Alarm gegeben, doch wenigstens davon blieb der Inselstaat diesmal verschont.

Das Beben erreichte nach philippinischen Angaben eine Stärke von 6,9 - nach Angaben der US- Geologiebehörde von 6,7. Es ereignete sich zwischen den Inseln Negros und Cebu 573 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Manila.

Schäden meldeten vor allem mehrere Dörfer auf Negros. Dort begruben Erdmassen in der Ortschaft Planas mehrere Häuser. "40 Menschen werden vermisst - wir befürchten, sie sind tot", sagte der Gouverneur der Provinz Negros Oriental, Noel Degamo. Nach seinen Angaben wurden mindestens drei Brücken so schwer beschädigt, dass Retter zunächst nicht in alle Ortschaften vordringen konnten. "Es ist jede Menge Infrastruktur beschädigt worden", sagte er. "Das Militär und die Polizei suchen nach weiteren Opfern."

Zwei Schulmädchen von Trümmern erschlagen

In La Libertad stürzte ein dreistöckiges Haus ein. Auch hier wurde ein Erdrutsch ausgelöst. Andernorts zeigten sich gefährliche Risse in Häuserwänden, Glasscheiben gingen zu Bruch. Unter den Toten waren auch zwei Schulmädchen. Eine Neunjährige wurde in Tayasan in der Schule beim Mittagessen von einer einstürzenden Wand erschlagen. In der Nachbarortschaft Jimalalud wurde eine Elfjährige in der Schulkapelle von Gesteinsbrocken tödlich getroffen.

Das Beben ereignete sich in der Mittagszeit und war in mindestens sieben Provinzen deutlich zu spüren. Vielerorts rannten die Menschen in Panik auf die Straßen. Schulen und Behörden schlossen umgehend. "Unser Gebäude hat geschwankt", berichtete eine Lehrerin. "Wir sind sofort nach draußen gegangen."

Mehr als 100 Nachbeben

Das Institut für Vulkanologie und Seismologie registrierte mehr als 100 Nachbeben. Die Philippinen liegen auf dem sogenannten Feuerring rund um den Pazifik mit zahlreichen Vulkanen und Erdbebenstörungszonen. Das folgenschwerste Erdbeben der vergangenen Jahrzehnte ereignete sich 1990. Auf der nördlichen Insel Luzon waren damals mehr als 1.600 Menschen ums Leben gekommen.

AG/red
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