Tod im Pflegeheim
Patient trinkt Reinigungsmittel statt Tee
Die Staatsanwaltschaft Osnabrück ermittelt nun wegen fahrlässiger Tötung gegen eine Pflegerin und zwei Reinigungskräfte.
Eine Reinigungskraft hatte in der Großküche einen Teeautomaten mit Entkalkungsmittel gereinigt, war damit aber vor Feierabend nicht fertig geworden. Sie brachte an dem Automaten keinen Warnhinweis an. Sie hinterließ einer anderen Putzhilfe lediglich einen Zettel, dass diese die Entkalkung fortsetzen solle. Die Reinigungskraft habe aber zunächst andere Arbeiten verrichtet, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Osnabrück, Volker Brandt.
Entkalker im Tee führte zu Tod
In der Zwischenzeit kam eine Pflegerin und füllte ein Getränk aus dem Teeautomaten ab. Dieses gab sie dem 54-Jährigen, damit dieser seine Medikamente einnehmen konnte. Der Mann, der bereits seit mehreren Jahren in dem Heim lebte, starb am Dienstagabend. Das Ergebnis der Obduktion des Mannes wird am Donnerstag erwartet.
Weitere Patienten verätzt
"Die Kanne Tee wurde nicht sofort in Sicherheit gebracht", sagte Brandt. Das Pflegepersonal habe nicht gleich erkannt, warum es dem Mann so schlecht ging. Von der Flüssigkeit tranken deshalb noch vier weitere Patienten, die jedoch keine lebensbedrohlichen Verletzungen erlitten.
Symbolbild







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