Sexuell missbraucht
Papua-Neuguinea: Tochter (18) enthauptet Vater
Medienberichten zufolge sei der Mann in dem Dorf in den Western Highlands, einer der 21 Provinzen des Inselstaates, mehrfach über seine Tochter hergefallen - während seine Frau und die drei anderen Kinder für mehrere Tage bei Verwandten zu Besuch waren.
Als er sich seiner Tochter am Dienstag der Vorwoche wieder näherte, habe das Mädchen ihn getötet. "Der Mann wollte seine Tochter in der Früh wieder vergewaltigen, als das Mädchen zur Machete griff und ihrem Vater den Kopf abhackte", zitierte die lokale Zeitung "The Post Courier" Lucas Kumi, Pastor in der Region, in der sich der Vorfall ereignete.
Dorfgemeinschaft schützt Mädchen
Die 18-Jährige sei zu den Dorfältesten geflüchtet und habe die Tat und die Umstände gebeichtet. Die Dorfgemeinschaft habe daraufhin beschlossen, das Mädchen zu schützen und nicht den Behörden zu übergeben, so der Pastor weiter. "Es soll zuvor eine Gewalttat passiert sein, aber Mord ist Mord", sagte ein Polizeisprecher unterdessen gegenüber AAP. "Wir untersuchen die Umstände."
Papua-Neuguinea ist ein bitterarmes, bis heute von Stammestraditionen geprägtes Land zwischen Indonesien und Australien. Viele Konflikte und Straftaten werden auf Dorfebene und unter Ausschluss der Justiz geregelt.
Hexenverbrennungen schocken die Welt
Das Land hatte in den vergangenen Jahren immer wieder mit Hexenverbrennungen, bei denen Frauen bei lebendigem Leib verbrannt wurden, für internationale Schlagzeilen gesorgt. Erst im Mai schaffte die Regierung das Gesetz gegen Hexerei, die bisher offiziell verboten war, ab (siehe Infobox). Zuvor war es etwa bei Mordanklagen möglich, sich mit dem Hinweis zu verteidigen, dass das Opfer einen oder mehrere Angehörige verhext habe.







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