Tornado in Oklahoma
Panik an Schulen: “Wir wollen nicht, dass ihr sterbt!”
Die Kinder hatten schon des Öfteren den Ernstfall geprobt, doch dann musste es auf einmal schnell gehen. "Wir sollten die Hände über den Kopf halten und uns zusammengekauert hinsetzen", berichteten mehrere Schüler nach dem Horror-Sturm.
"Alle haben geweint"
Es waren tragische Momente, die die Kleinen mitmachen mussten: In Gruppen suchten sie in Badezimmern, Toiletten oder sonstigen Ecken der Schule, die ihre Lehrer als Unterschlupf ausgewählt hatten, Schutz. Spezielle Schutzräume gab es in den betroffenen Schulen nicht – was derzeit auch für viel Kritik sorgt.
Der Tornado verursachte ohrenbetäubenden Lärm, der Schutt prasselte auf die Kinder nieder, es herrschte Panik. "Alle haben geweint", berichtete etwa der Schüler Antonio über die bangen Minuten. "Ich habe geweint, weil ich nicht wusste, was mit meiner Familie passiert ist." Die Lehrer versuchten die Kinder mit allen Mitteln zu beschützen. Sie legten sich über sie, als der Schutt niederging - und dennoch mussten sieben Kinder sterben.
Tornado hinterließ ein Bild des Schreckens
Genauso schnell wie der Sturm gekommen war, war er auch wieder vorbei – und er hinterließ ein Bild des Schreckens. Antonio erinnert sich, dass er unter den ersten war, die aus den Trümmern herauskrochen. Überall lagen Holz, Ziegel und Isoliermaterial herum, Menschen kamen mit blutigen Kopfwunden und Verletzungen unter dem Schutt hervor.
Für die wartenden Eltern waren die Verletzungen ihrer Kinder allerdings fast nebensächlich - Hauptsache, ihre Kleinen waren am Leben und sie konnten sie wieder in die Arme schließen.
Menschen stehen vor Trümmern ihrer Existenz
Doch auch wenn viele Menschen den Tornado, der am Montagnachmittag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 320 Kilometern pro Stunde über die Kleinstadt Moore im US-Bundesstaat Oklahoma zog, unbeschadet überstanden haben, stehen sie nun vor den Trümmern ihrer Existenz. Denn der Sturm hat eine Spur der Verwüstung hinterlassen, unzählige Häuser dem Erdboden gleichgemacht und 24 Menschen getötet (siehe auch Infobox). Der Sachschaden dürfte in die Milliarden gehen, und die Aufräumarbeiten werden sicher noch einige Zeit dauern (siehe Video in der Infobox).







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