Tornado in Oklahoma

Panik an Schulen: “Wir wollen nicht, dass ihr sterbt!”

Ausland
22.05.2013 11:16
Es war kurz vor dem letzten Läuten der Schulglocke, als die Kinder in Oklahoma über die schweren Unwetter in Kenntnis gesetzt wurden. Anstatt gleich nach Hause zu gehen, sollten sich die Kleinen in der Cafeteria versammeln und warten, bis sie von ihren Eltern abgeholt würden. Doch dann wurde es auf einmal hektisch, der Tornado-Alarm ertönte und die Lehrer fingen an herumzuschreien. "Geht schnell auf die Gänge. Wir wollen nicht, dass ihr sterbt!", hieß es etwa in der Plaza Towers Volksschule.

Die Kinder hatten schon des Öfteren den Ernstfall geprobt, doch dann musste es auf einmal schnell gehen. "Wir sollten die Hände über den Kopf halten und uns zusammengekauert hinsetzen", berichteten mehrere Schüler nach dem Horror-Sturm. 

"Alle haben geweint"
Es waren tragische Momente, die die Kleinen mitmachen mussten: In Gruppen suchten sie in Badezimmern, Toiletten oder sonstigen Ecken der Schule, die ihre Lehrer als Unterschlupf ausgewählt hatten, Schutz. Spezielle Schutzräume gab es in den betroffenen Schulen nicht – was derzeit auch für viel Kritik sorgt.

Der Tornado verursachte ohrenbetäubenden Lärm, der Schutt prasselte auf die Kinder nieder, es herrschte Panik. "Alle haben geweint", berichtete etwa der Schüler Antonio über die bangen Minuten. "Ich habe geweint, weil ich nicht wusste, was mit meiner Familie passiert ist." Die Lehrer versuchten die Kinder mit allen Mitteln zu beschützen. Sie legten sich über sie, als der Schutt niederging - und dennoch mussten sieben Kinder sterben.

Tornado hinterließ ein Bild des Schreckens
Genauso schnell wie der Sturm gekommen war, war er auch wieder vorbei – und er hinterließ ein Bild des Schreckens. Antonio erinnert sich, dass er unter den ersten war, die aus den Trümmern herauskrochen. Überall lagen Holz, Ziegel und Isoliermaterial herum, Menschen kamen mit blutigen Kopfwunden und Verletzungen unter dem Schutt hervor.

Für die wartenden Eltern waren die Verletzungen ihrer Kinder allerdings fast nebensächlich - Hauptsache, ihre Kleinen waren am Leben und sie konnten sie wieder in die Arme schließen. 

Menschen stehen vor Trümmern ihrer Existenz
Doch auch wenn viele Menschen den Tornado, der am Montagnachmittag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 320 Kilometern pro Stunde über die Kleinstadt Moore im US-Bundesstaat Oklahoma zog, unbeschadet überstanden haben, stehen sie nun vor den Trümmern ihrer Existenz. Denn der Sturm hat eine Spur der Verwüstung hinterlassen, unzählige Häuser dem Erdboden gleichgemacht und 24 Menschen getötet (siehe auch Infobox). Der Sachschaden dürfte in die Milliarden gehen, und die Aufräumarbeiten werden sicher noch einige Zeit dauern (siehe Video in der Infobox).

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Ausland
22.05.2013 11:16
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung