2.500 Jobs weg
Opel-Werk in Antwerpen wird geschlossen
Um die langfristige Existenz des Unternehmens zu sichern, müsse Opel angesichts der Schwäche auf dem westeuropäischen Automarkt seine Kapazitäten insgesamt um rund 20 Prozent reduzieren.
"Wir sind uns der Tragweite bewusst, die diese Ankündigung für die Beschäftigten in Antwerpen und ihre Familien hat und wir fühlen mit ihnen", erklärte Reilly. "Im Hinblick auf die derzeitige Kapazitätsauslastung in allen europäischen Opel- und Vauxhall-Werken, dem geplanten Produkt-Portfolio sowie den Vorgaben durch Zeitplanung und Finanzen ist die Schließung des Werkes Antwerpen der folgerichtige Ansatz für das Unternehmen."
"Es ist ein Drama"
Die Entscheidung beruhe "auf politischen und keineswegs ökonomischen Elementen", sagte Walter Cnop von der belgischen Gewerkschaft CSC Metall. "Es ist ein Drama."
Das Antwerpener Werk gilt schon länger als akut gefährdet. Bei der Vorlage des Restrukturierungskonzepts hatte der Opel-Mutterkonzern General Motors eine Schließung nicht ausgeschlossen. Auch der Plan des Auto-Zulieferers Magna, der Opel eigentlich von GM übernehmen wollte, hätte das Aus für Antwerpen bedeutet.
8.300 Stellen werden gestrichen
Die US-Mutter General Motors will die Umstrukturierung bei Opel bis Ende des Monats abschließen. Dabei sollen mehr als 8.300 Jobs der insgesamt 48.000 Stellen bei Opel und der britischen Schwestermarke Vauxhall gestrichen werden. Für die Umstrukturierung werden laut Reilly rund 3,3 Milliarden Euro benötigt. General Motors will 600 Millionen Euro bereitstellen. Der Rest müsse mit Zugeständnissen der Beschäftigten und Krediten der europäischen Staaten gedeckt werden.
Kein Jobabbau im Werk in Wien-Aspern
Die Schließung des Opel-Werkes in Antwerpen habe keine Auswirkungen auf das Motorenwerk in Wien-Aspern, hieß es am Donnerstag. Es sei fix, dass es keinen Personalabbau geben werde. Die Arbeitsplätze der rund 1.850 Mitarbeiter sind also gesichert.







Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.