Nach Tornado

Oklahoma: Heftige Unwetter behindern Aufräumarbeiten

Ausland
23.05.2013 16:57
Nach dem verheerenden Tornado im US-Bundesstaat Oklahoma haben die Rettungskräfte die Suche nach den Vermissten mittlerweile beendet. "Wir beginnen nun mit den Aufräumarbeiten", sagte Mary Fallin, Gouverneurin von Oklahoma, am Donnerstag dem Nachrichtensender CNN. Doch die Arbeiten werden durch heftige Regenunwetter enorm erschwert.

Den Behörden zufolge wurden von den zuletzt sechs Vermissten fünf lebend gerettet, einer wurde tot gefunden. Insgesamt starben bei dem Wirbelsturm der höchsten Kategorie am Montag mindestens 24 Menschen, darunter zehn Kinder. US-Präsident Barack Obama sprach von "einem der zerstörerischsten Tornados in der Geschichte". Er will am Sonntag Oklahoma besuchen.

Der Bürgermeister der besonders betroffenen Kleinstadt Moore, Glenn Lewis, sagte gegenüber CNN, dass die exakte Zahl der Todesopfer noch ermittelt werde. Bis zu 13.000 Häuser wurden bei dem Unwetter zerstört, mehr als 350 Menschen erlitten Verletzungen. Der Sachschaden beträgt rund zwei Milliarden Dollar.

Tornado zerstörte Schule kurz vor Abschlussfeier
Die erste Beerdigung für eines der getöteten Kinder war laut dem Sender NBC für Donnerstag geplant. Die neunjährige Antonia Candelaria kam mit sechs anderen Kindern in der Volksschule Plaza Towers ums Leben, als der Tornado durch die dicht besiedelte Vorstadt von Oklahoma City zog. Auch eine andere Volksschule und eine Highschool wurden getroffen. Der Ort wollte das Schuljahr am Donnerstag mit Versammlungen für Eltern, Schüler und Lehrer offiziell beenden.

Kritik wegen Mangel an Schutzräumen in Häusern
Indes kocht die Diskussion hoch, warum die meisten Häuser und öffentlichen Gebäude keine Schutzräume hatten, in denen sich die Menschen hätten flüchten können. Die Region gilt als gefährdet: Bereits 1999 fegte ein besonders starker Tornado über sie hinweg, der 46 Menschen tötete und etwa 8.000 Gebäude zerstörte. Auch in den kommenden Tagen bleibe das für den Frühling typische Tornado-Risiko bestehen, teilte der Nationale Wetterdienst mit.

Der tödliche Sturm am Montag hatte die höchste Stufe auf der in den USA gebräuchlichen Skala. Es habe sich um einen Tornado der Stärke EF5 mit Geschwindigkeiten von 320 Kilometern pro Stunde gehandelt, teilte der Nationale Wetterdienst mit. Der Tornado hinterließ stellenweise eine gut drei Kilometer breite Spur der Verwüstung.

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