Boston-Anschlag

Obama versichert Tätern: “Wir werden euch finden”

Ausland
18.04.2013 19:36
Amerika gedenkt der Opfer des Terroranschlags auf den Boston-Marathon: US-Präsident Barack Obama hat am Donnerstag den Opfern und der Stadt den Beistand und die Solidarität der gesamten Nation zugesichert. In einer Rede bei einer Gedenkfeier in der Heilig-Kreuz-Kathedrale bekräftigte er zugleich, dass die Verantwortlichen nicht ungeschoren davonkommen würden: "Wir werden euch finden. Wir werden euch zur Rechenschaft ziehen", rief Obama unter dem Beifall der Trauergemeinde aus.

Unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen versammelten sich in der Heilig-Kreuz-Kathedrale in Boston rund 2.000 Menschen, um der drei Toten und mehr als 180 Verletzten des Anschlags vom Montag zu gedenken. Die Kirche im Stadtteil South End ist etwa eine Meile von der Ziellinie des Boston-Marathons entfernt, wo Unbekannte am Montag zwei Bomben explodieren ließen.

Beendet wurde der Gedenkgottesdienst mit einer Rede von US-Präsident Obama, der von seiner Frau Michelle begleitet wurde. Mit dabei war auch der ehemalige Gouverneur von Massachusetts, Mitt Romney, der bei der Präsidentenwahl im vergangenen November Obama unterlegen war.

Obama zu Verletzten: "Ihr werdet wieder rennen"
"Jeder von uns ist von dem Anschlag auf eure schöne Stadt getroffen worden", erklärte Obama. "Wir stehen an eurer Seite." An die Adresse der Verletzten sagte er mit Blick auf den traditionellen Marathon, bei dem der Anschlag verübt wurde: "Ihr werdet wieder rennen." Die USA würden sich nicht unterkriegen lassen: "Wir werden genesen, und wir werden wiederaufbauen." Es werde den Tätern nicht gelingen, die Stadt oder das Land zu terrorisieren oder die Werte der Nation ins Wanken zu bringen, bekräftigte der US-Präsident.

Bürgermeister: "Wir sind ein Boston"
Der Bürgermeister von Boston, Thomas Menino, rief die Bürger der Stadt auf, angesichts des Grauens zusammenzustehen. "Wir sind ein Boston", sagte er in seiner Ansprache. Er lobte den Einsatz der Rettungskräfte, die bei der Katastrophe am Montag Tote und Verletzte geborgen hatten.

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