Jeder zweite US- Bürger ist laut der Umfrage der "Washington Post" und des TV- Senders ABC mit Obamas Arbeit zufrieden. Unter Wechselwählern liegt die Zustimmungsrate mit 47 Prozent etwas niedriger, trotzdem sind die Werte deutlich besser als vor einigen Monaten. Zwischenzeitlich war der Präsident in der Gunst dieser wahlentscheidenden Gruppe auf bis zu 34 Prozent abgesackt. Meinungsforscher sehen Zustimmungswerte von 50 Prozent oder mehr als wichtiges Zeichen dafür, ob sich ein Präsident Hoffnungen auf eine zweite Amtszeit machen kann.
Sollte Romney der Kandidat der Republikaner werden, würde Obama ihn nach derzeitigem Stand deutlich schlagen. Der Umfrage zufolge käme der Amtsinhaber auf 52 Prozent, der Ex- Gouverneur von Massachusetts dagegen nur auf 43 Prozent. Die Wähler trauen dem Präsidenten dabei eher zu, sich für die Belange der Mittelschicht einzusetzen. Auch bei der Außenpolitik und im Kampf gegen den Terrorismus zeigten die Befragten deutlich mehr Vertrauen in Obama als in Romney. Der Republikaner wurde dagegen bei der Wirtschaftspolitik und beim Abbau des Haushaltsdefizits als kompetenter eingestuft.
In einem Interview dem TV- Sender NBC sagte Obama am Sonntagabend, dass die verbesserte Lage am Arbeitsmarkt seine Wiederwahl rechtfertige: "Ich verdiene eine zweite Amtszeit." Als er vor drei Jahren in das Weiße Haus eingezogen sei, habe die US- Wirtschaft monatlich 750.000 Jobs verloren. Mittlerweile würden 250.000 zusätzliche Stellen im Monat geschaffen. "Aber wir sind noch nicht fertig", mahnte Obama. Die US- Arbeitslosenquote war im Jänner leicht auf 8,3 Prozent gesunken.