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19.06.2013 - 08:55

Obama besucht Katastrophengebiet in Colorado

30.06.2012, 10:11
Foto: AP / Video: APA
US- Präsident Barack Obama hat die schwer getroffene Waldbrand- Region in Colorado besucht. "Die Zerstörung ist enorm", sagte er am Freitag in einem evakuierten Wohngebiet in Colorado Springs. "Wenn Naturkatastrophen dieser Art zuschlagen, steht Amerika zusammen", fügte er hinzu. Außerdem sagte er der Region Bundeshilfen zu. Das Geld werde den Behörden an Ort und Stelle und den Betroffenen zugutekommen, so Obama.

"Wir können nur hoffen, dass wir daraus lernen, uns in Zukunft auf solche Feuer vorzubereiten", meinte der Präsident. In Colorado wüten seit Wochen die schwersten Waldbrände in der Geschichte des US- Staates. Kurz vor seinem Besuch hatte Obama die Region zum Katastrophengebiet erklärt, um seine Zusagen, die Region mit Bundesmittel zu unterstützen, sicherzustellen, teilte das Weiße Haus mit.

Nahe Colorado Springs kam mindestens zwei Menschen ums Leben. Die Flammen zerstörten Hunderte Häuser, ein Ende der Katastrophe ist noch nicht in Sicht. 35.000 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden, viele konnten nur ihr nacktes Leben retten. "Wir schafften es rauszukommen", sagte ein Familienvater der "Denver Post". "Wir haben uns gerettet, unsere Tochter und unsere Katze. Was zählt sonst?"

Fast 350 Häuser niedergebrannt

Es handelt sich um das bisher schwerste Feuer in der Geschichte des Staates Colorado. Insgesamt brannten fast 350 Häuser nieder. Vor etwa zwei Wochen waren knapp 260 Häuser einem anderen Brand in der Gegend von Fort Collins zerstört worden. Dort starb eine Frau.

Der Bürgermeister von Colorado Springs, Steve Bach, machte kurz vor dem Besuch Obamas klar, dass er Finanzhilfen fordern werde. "Ich nehme mir vor, ihn um Bares zu bitten." Bach sagte den obdachlos gewordenen Bürgern Unterstützung zu. "Unsere Gemeinde wird sie mit Liebe umgeben und ihnen Mut machen."

Löscharbeiten bis Mitte Juli

Der Großbrand im Waldo Canyon wütet auf einer Fläche von knapp 70 Quadratkilometern und konnte erst zu rund 15 Prozent eingedämmt werden. Im Kampf gegen das Flammeninferno kam den rund 1.200 Feuerwehrleuten nun aber das Wetter zu Hilfe: Die Hitze und der Wind ließen etwas nach, und es regnete sogar ein wenig. "Wir haben große Fortschritte gemacht", sagte eine Sprecherin der Forstbehörde.

Dennoch könne man noch keine Entwarnung geben: Es werde wohl bis Mitte Juli dauern, alle Brände zu löschen. Bei der Bekämpfung des Feuers kommen auch die Streitkräfte zum Einsatz, die etwa Soldaten und Löschflugzeuge zur Verfügung stellen.

AG/red
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