Staatsmedien melden:

Nordkorea stellt US-Bürger vor Höchstgericht

Ausland
27.04.2013 09:18
Inmitten der Spannungen auf der koreanischen Halbinsel will die Führung in Nordkorea einen Ende vergangenen Jahres festgenommenen US-Bürger vor das oberste Gericht des Landes stellen. Pae Jun Ho werde sich "bald" vor der Justiz verantworten müssen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Samstag. Unter anderem wird dem Mann vorgeworfen, an einem Sturz der kommunistischen Führung gearbeitet zu haben - er sei geständig.

Pae war nach nordkoreanischen Angaben am 3. November als Tourist in das abgeschottete Land eingereist. Das US-Außenministerium informierte am 11. Dezember über die Festnahme eines US-Bürgers, äußerte sich aber nicht zu dessen Identität. Am 21. Dezember bestätigte Pjöngjang dann Paes Festnahme. Eine südkoreanische Zeitschrift identifizierte ihn als 44-jährigen Tourismusmanager, der mit Urlaubern durch Nordkorea gereist sei, von denen einer eine Computer-Festplatte mit sensiblen Daten mit sich geführt habe. Möglicherweise könnte ihm das zum Verhängnis geworden sein.

In der Vergangenheit waren in Nordkorea wiederholt US-Bürger festgenommen und nach Verhandlungen mit ranghohen US-Vertretern freigelassen worden. 

Lage in Nordkorea spitzte sich in den letzten Wochen zu
In den vergangenen Wochen spitzte sich der Konflikt auf der koreanischen Halbinsel stark zu. So kappte Nordkorea alle Notfallverbindungen zu Südkorea und schloss auch die gemeinsam betriebene Sonderwirtschaftszone Kaesong (siehe Infobox). Zudem provozierte das Land die Weltgemeinschaft mit Raketenstarts und Atomtests und drohte mit Atomangriffen auf Südkorea und die USA.

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