Für Staatsführung

Nordkorea: Hitlers “Mein Kampf” als Pflichtlektüre?

Ausland
19.06.2013 11:51
Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un soll einem Bericht zufolge Adolf Hitlers Hetzschrift "Mein Kampf" an ranghohe Mitglieder der Staatsführung zur Lektüre verteilt haben. Mit dem Hinweis, dass Hitler es nach dem Ersten Weltkrieg binnen kürzester Zeit geschafft habe, Deutschland "wieder aufzubauen", habe Kim zu seinem Geburtstag im Jänner Übersetzungen des Texts ausgegeben, berichteten südkoreanische Zeitungen am Mittwoch.

Die Berichte über die Verteilung des Hitler-Buches bezogen sich auf das von nordkoreanischen Überläufern betriebene Internetportal "New Focus International". Dieses wiederum zitierte einen Vertreter Nordkoreas in China. Demnach habe Kim seinem Führungszirkel empfohlen, "Mein Kampf" zunächst "ausführlich zu studieren" und dann "praktische Lehren daraus zu ziehen". Zudem habe er darauf verwiesen, welche Rolle Hitler in seiner Schrift dem Sport beimesse, der den Zusammenhalt in Nazi-Deutschland verstärkt habe und daher auch in Nordkorea stärker gefördert werden solle.

Die nordkoreanische Führung wies den Bericht verärgert zurück und drohte den Autoren mit dem Tod. "Wir sind entschlossen, umfangreiche Maßnahmen zu ergreifen, um den verachtenswerten menschlichen Abschaum, der solchen Verrat begeht, physisch zu beseitigen", erklärte die Polizeibehörde laut der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA.

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