Bei lebendigem Leib

Mutmaßliche Sex-Täter in Mexiko von Mob verbrannt

Ausland
13.06.2013 07:35
Drei mutmaßliche Vergewaltiger sind von einer wütenden Menschenmenge im Süden Mexikos bei lebendigem Leib verbrannt worden. Einer der Männer sei noch am Tatort im Bundesstaat Chiapas gestorben, die beiden anderen seien zwei Tage später ihren schweren Verbrennungen im Krankenhaus erlegen, teilten die Justizbehörden mit. Die Tat in der Gemeinde Las Ollas in San Juan Chamula wurde gefilmt und das Material später zum Verkauf angeboten.

Das etwa zweiminütige Video wurde für 15 Pesos (knapp ein Euro) unter anderem in der Touristenstadt San Cristobal de las Casas in Chiapas feilgeboten. Am Anfang des Videos sind zwei Männer am Boden zu sehen, deren Hände und Füße gefesselt sind. Sie werden getreten und geschlagen, in der Menge sind auch Kinder zu sehen. Nachdem die mutmaßlichen Vergewaltiger in Brand gesteckt wurden, sieht man, wie einer der Männer brennend nach hinten fällt. Er zuckt bis zu seinem Tod noch mit den Beinen.

Die Behörden riefen die Bevölkerung auf, das Video nicht zu kaufen, um das "Verbrechen nicht zu verherrlichen". Die Verkäufer würden wegen Anstachelung zur Gewalt verfolgt werden.

24-Jährige vergewaltigt und ermordet
Den drei Männern wurde vorgeworfen, eine 24-jährige Frau vergewaltigt und ermordet zu haben. Ihre Leiche wurde am Straßenrand gefunden. Laut der örtlichen Presse waren die Männer beobachtet worden, wie sie die Leiche abluden. Sie wurden gefangen, als sie zu fliehen versuchten.

Zahlreiche Verbrechen bleiben in Mexiko ungesühnt. Wegen der Machtlosigkeit der Justiz haben vor allem in von Ureinwohnern bewohnten Gegenden viele Gemeinden bewaffnete Bürgerwehren gebildet (Bild). Seit Anfang des Jahres wurden laut Medienberichten bereits zwei weitere mutmaßliche Kriminelle im Bundesstaat Chiapas gelyncht.

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