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21.10.2014 - 00:41

Milchzähne und Knochen in Kinderheim gefunden

31.07.2008, 10:36
Milchzähne und Knochen in Kinderheim gefunden
Das Horror- Kinderheim auf der britischen Kanalinsel Jersey hat bisher noch immer nicht all seine dunklen Geheimnisse offenbart: Die Polizei hat nun weitere Überreste von mindestens fünf Kindern in dem Skandal- Heim entdeckt. Die verbrannten und zerschnittenen Knochenteile und Zähne seien in einem Keller des ehemaligen Kinderheims "Haute de la Garenne" gefunden worden, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Die Opfer sollen vier bis elf Jahre alt gewesen sein. Da es aber schwierig sei, die Überreste zu datieren, seien Mordermittlungen unwahrscheinlich, sagte Vize- Polizeichef Lenny Harper der BBC.

Die Polizei habe Beweise, dass die Kinderkörper in den 60er- und 70er- Jahren verbrannt wurden und vergraben werden sollten. In dieser Zeit sollen unter anderem Heimmitarbeiter zahlreiche Kinder systematisch missbraucht und schwer misshandelt haben. Derzeit geht die Polizei den Aussagen von Opfern nach, es gibt rund 100 Verdächtige. Drei Männer sind bisher angeklagt.

Schon zuvor waren Dutzende Knochen und Zähne auf dem Gelände gefunden worden. Dabei kam der Verdacht auf, dass in dem Heim Kinder ermordet und später verbrannt wurden. Seit Anfang des Jahres durchsuchen Experten die Kellerräume in dem ehemaligen Heim, die von den mutmaßlichen Opfern als "Strafkammern" bezeichnet werden. Außerdem untersucht die Polizei eine Grube, die in den 70er- oder 80er- Jahren ausgehoben wurde. Ein Mann hatte ausgesagt, er habe das Loch in der Nähe des Schlafraums für Buben auf Anweisung von Heimangestellten gegraben.

Mehr als 160 Menschen sollen in dem Heim Opfer von schwerstem Missbrauch und Vergewaltigungen geworden sein, die Taten reichen bis zu 40 Jahre zurück. Derzeit geht die Polizei Hinweisen auf sechs mutmaßliche Kindermorde nach, 200 Menschen hatten sich als Zeugen oder Opfer gemeldet.

"Vergewaltigungs- Partys"

"Es war grausam, sadistisch und einfach die Hölle", schilderte eine 49- jährige, die Reportern nur ihren Vornamen Pamela nennen wollte. Gerade weil sie "zu den schwächsten Kindern" gehörte, musste sie in dem Heim zwischen 1973 und 1975 wieder und wieder Vergewaltigungen über sich ergehen lassen, wie die Mutter zweier Kinder berichtete. Angestellte hätten sich regelmäßig zu Sex- und Saufgelagen getroffen. "Es wurden Buben und Mädchen gleichermaßen vergewaltigt, in allen Altersgruppen."

Eine andere Frau schilderte nach Angaben der Londoner Zeitung "Daily Mail", wie Erwachsene, die für den Schutz der Heiminsassen sorgen sollten, mit ihnen "Flipperkugel" spielten: Dabei seien Kinder so herumgewirbelt worden, dass sie an Möbel und Wände prallten. Der 59- jährige Zeuge Peter Hannaford erzählt, dass in dem Heim ältere Kinder von Angestellten systematisch angestachelt wurden, Jüngere anzugreifen und zu vergewaltigen. Er selbst sei als Heimkind im Alter von zwölf Jahren "fast jede Nacht" Opfer solcher Gewalttaten geworden.

"Sadistische" Folterungen in Zellen

Für "Vergehen" sollen Mädchen und Buben in eine Zelle von nur drei Mal vier Meter gesperrt, "sadistisch" gefoltert und oft zugleich sexuell missbraucht worden sein. Wenn die ganze Wahrheit ans Licht kommt, schrieb die "Daily Mail", könnte das Königreich mit "dem weitaus schlimmsten Missbrauchsskandal auf britischem Boden" konfrontiert sein. Auspeitschungen seien an der Tagesordnung gewesen, schilderten Zeugen, die sich bei der von den Berichten und dem Ausmaß der Ermittlungen überforderten Polizei der Kanalinsel gemeldet hatten.

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