Serie von Attentaten
Mehr als 70 Tote bei Bombenanschlägen in Bagdad
Allein im bekannten Schiitenviertel Sadr-Stadt gingen zwei im Abstand von 100 Metern platzierte Bomben hoch. Dabei wurden mindestens 13 Menschen getötet.
Zunehmende Gewalttätigkeiten zwischen Schiiten und Sunniten sowie Anschläge auf Sicherheitskräfte nähren im Irak die Sorgen vor einer Neuauflage der bürgerkriegsähnlichen Zustände aus den Jahren 2006 bis 2007. Die sunnitische Minderheit fühlt sich aufgrund von Terrorvorwürfen und willkürlichen Festnahmen durch die Regierung des schiitischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki diskriminiert. Es gibt fast täglich Anschläge. Im Mai wurden bei politisch motivierten Attacken im Irak bisher bereits mehr als 450 Menschen getötet.
Der Bürgerkrieg im Nachbarland Syrien trägt zusätzlich zur Gefährdung der inneren Stabilität in dem Golfstaat bei. Dort kämpfen zumeist sunnitischen Rebellen gegen Präsident Bashar al-Assad, der der Volksgruppe der Alawiten angehört, die aus den Schiiten hervorgegangen sind.







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