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22.12.2014 - 23:02

Lebenslange Haft für Frankfurter Flughafenattentäter

10.02.2012, 19:49
Lebenslange Haft für Frankfurter Flughafenattentäter (Bild: EPA)
Knapp ein Jahr nach dem tödlichen Anschlag auf US- Soldaten am Frankfurter Flughafen ist der Attentäter zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Oberlandesgericht in Frankfurt sprach den Kosovaren Arid Uka am Freitag des zweifachen Mordes und dreifachen Mordversuchs für schuldig. Das Attentat vom 2. März 2011 gilt als der erste islamistische Anschlag in Deutschland, der nicht verhindert werden konnte.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der 22- jährige Uka zwei US- Soldaten mit Kopfschüssen getötet und zwei andere schwer verletzt hat. Als er auf einen fünften Soldaten zielte, versagte seine Pistole. Der Kosovare nahm den Urteilsspruch mit verschränkten Armen und äußerlich regungslos auf. Ihm droht nach der Haft die Abschiebung in sein Heimatland, weil er nicht die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt.

Der Staatsschutzsenat stellte außerdem die besondere Schwere der Schuld fest, was eine vorzeitige Haftentlassung bereits nach 15 Jahren praktisch ausschließt. Die Richter folgten damit dem Antrag der deutschen Bundesanwaltschaft.

Tat glich einer Hinrichtung

Die US- Soldaten waren im März vorigen Jahres von ihrem Stützpunkt in England kommend in Frankfurt gelandet. Vor dem Terminal wartete ein Bus, um sie zur Luftwaffenbasis Ramstein im Bundesland Rheinland- Pfalz zu bringen. Von dort aus sollte es weiter zum Einsatz in Afghanistan gehen. Der Täter wartete, bis die unbewaffneten Soldaten in den Bus eingestiegen waren und schoss dann in dem engen Gang auf sie. Die Tat glich einer Hinrichtung.

Die Anklage hatte sich überzeugt gezeigt, dass Uka mit der Tat seinen persönlichen Beitrag zum Dschihad (Heiligen Krieg) leisten wollte. Er habe sich zum "Herrn über Leben und Tod gemacht" und seine Opfer willkürlich ausgesucht. Die Bundesanwaltschaft ging auch davon aus, dass Uka ein Einzeltäter war, der sich über das Internet radikalisiert hatte.

Uka: "Ich musste etwas tun"

Uka selbst hatte vor Gericht die Tat gestanden. "Ich musste etwas tun und habe geglaubt, dass es keine Alternativen dazu gibt", versuchte er seine Tat zu erklären.

AG/red
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