Drama im Jahr 2009

Kameraden-Mord im Irak: GI fasst lebenslang aus

Ausland
17.05.2013 08:38
Ein US-Soldat, der am Montag wegen der Ermordung von fünf Kameraden im Irak schuldig gesprochen worden war, ist zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Ein Militärgericht im US-Bundesstaat Washington degradierte am Donnerstag den Unteroffizier John Russell und entließ ihn unehrenhaft aus der Armee, wie eine Militärsprecherin sagte. Der Angeklagte hatte im Zuge einer Abmachung mit der Staatsanwaltschaft die Tat gestanden, um so der Todesstrafe zu entgehen.

Russell hatte im Mai 2009 in einem Krankenhaus für Soldaten mit kriegsbedingten psychischen Problemen im Irak fünf Kameraden erschossen. Die Klinik befand sich im US-Militärlager Camp Liberty bei Bagdad. Russell war zum dritten Mal im Irak stationiert gewesen und kurz davor, mit seiner Einheit in die Heimat zurückzukehren, als ihn ein Vorgesetzter aus Sorge über seinen Geisteszustand in die Klinik einweisen ließ.

Wutanfall als Auslöser
Nach seinem Schuldbekenntnis vergangenen Monat hatte Russell erstmals vor Gericht über die Tat gesprochen. Dabei gab er an, die Menschen in einem Wutanfall getötet zu haben. Er sei von Raum zu Raum in der Klinik gegangen und habe wahllos um sich geschossen. Bei den Opfern handelte es sich um drei ebenfalls in Behandlung befindliche Soldaten sowie zwei Sanitätssoldaten.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Ausland
17.05.2013 08:38
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung