Wut auf Regierung
Israel: Tausende bei Demos gegen Sparpolitik
Die Proteste richteten sich vor allem gegen die von Finanzminister Yair Lapid geplanten Erhöhungen der Einkommen- und Mehrwertsteuer, die er am Montag vorstellen will. Der Finanzminister hat außerdem Einschnitte bei Sozialausgaben und Gehältern im öffentlichen Dienst angekündigt.
Der Populist Lapid war mit seiner säkular-liberalen Yesh Atid ("Zukunftspartei") bei der Parlamentswahl im Jänner als zweitstärkste Kraft hervorgegangen. Er hatte sich im Wahlkampf als Verteidiger der israelischen Mittelschicht und der sozialen Gerechtigkeit präsentiert.
Viele Israelis werfen ihm nach seinem im März geschlossenen Bündnis mit dem rechtskonservativen Likud-Block von Regierungschef Benjamin Netanyahu sowie der Rechtsaußenpartei "Unser Haus Israel" und dem ultrarechten "Jüdischen Heim" Verrat vor.
Mit den Demonstrationen wollten die Veranstalter die Protestbewegung vom Sommer 2011 (siehe Infobox) wiederbeleben, als über Wochen Hunderttausende Israelis unter anderem gegen steigende Mietpreise auf die Straße gegangen waren.







Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.