"Das war das erste Mal in meiner 30- jährigen Karriere, dass ich so etwas gesehen habe", erzählte der Mediziner. Bisher habe er nur von zwei bis drei Zentimeter langen Würmern in Augen gehört.
Der Patient hatte seit mehr als zwei Wochen Schmerzen. Erst am Mittwoch ließ er sich in einem Krankenhaus von Mumbai behandeln. Seetharaman zog den Parasiten in einer 15- minütigen Operation, bei der die Bindehaut leicht geöffnet wurde, mit einer Zange aus dem Auge. Die entsetzte Frau des Patienten verfolgte den Eingriff.
Dem Augenarzt zufolge könnte der Parasit durch eine Schnittwunde im Fuß oder über rohes oder unzureichend gekochtes Essen in den Körper des Mannes gelangt sein und sich dann über den Blutkreislauf ins Auge vorgearbeitet haben.
"Wenn der Wurm nicht entfernt worden wäre, hätte er weiter ins Innere des Auges vordringen und die Sehfähigkeit zerstören können", sagte Seetharaman. Auch hätte der Parasit ins Gehirn eindringen und schlimme neurologische Schäden anrichten können.
Der Wurm starb übrigens nach einer halben Stunde und wurde dem Krankenhaus- Labor zur Untersuchung gegeben. Sein "Opfer" gab sich Stunden nach der Operation noch geschockt: "Man hat mir einen Wurm aus dem Auge gezogen..."