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18.04.2014 - 05:01

I: Monti will als Chef von Mitte- Koalition in Wahlkampf gehen

28.12.2012, 21:14
I: Monti will als Chef von Mitte-Koalition in Wahlkampf gehen (Bild: EPA)
Foto: EPA
Der zurückgetretene italienische Ministerpräsident Mario Monti will an der Spitze einer Koalition von Zentrumsparteien in den Wahlkampf gehen. Dies teilte der scheidende Premier am Ende mehrstündiger Beratungen mit den Chefs einiger Zentrumsparteien am Freitagabend mit.

Er wolle der Koalition zum Erfolg verhelfen, die seine Reformagenda unterstützt, sagte der Wirtschaftsprofessor, der von November 2011 bis zu seinem Rücktritt vergangene Woche ein Fachleute- Kabinett geführt hatte. Als Senator auf Lebenszeit kann Monti nicht persönlich an den Parlamentswahlen am 24. und 25. Februar teilnehmen.

"Ich übernehme die Rolle des Chefs der Koalition", sagte Monti auf einer Pressekonferenz nach Abschluss der Beratungen. Er wolle sich für dieses Bündnis aktiv einsetzen und "den Erfolg garantieren". Er wolle bei der Auswahl der Kandidaten, die bei den Parlamentswahlen am 24. und 25. Februar für den Zentrumsblock antreten, auf jeden Fall das letzte Wort haben, so Monti.

Auch Fini- Rechtspartei dabei

Die Zentrumsparteien werden mit einer einzigen Wahlliste für die Sitze im Senat antreten. Für das Abgeordnetenhaus sollen sie dagegen mit mehreren Wahllisten ins Rennen gehen. Dem Zentrumsblock werden sich die christdemokratische UDC, die liberale Bewegung "Italia Futura" um Ferrari- Präsident Luca di Montezemolo sowie die Rechtspartei FLI um Parlamentspräsident Gianfranco Fini anschließen. Die gemäßigte Allianz wird auch vom zurückgetretenen Industrieminister Corrado Passera unterstützt. "Eine neue politische Gruppierung ist entstanden", versicherte Monti.

"Die Zentrumsparteien haben mir ihre Unterstützung bei der Umsetzung meiner Agenda zugesichert. Dies ermutigt mich, diese politischen Kräfte in Hinblick auf die Parlamentswahlen zu unterstützen", betonte Monti. Der Wirtschaftsprofessor meinte, die Probleme seien nach der akuten Schuldenkrise in Italien noch nicht bewältigt. "Nach der Finanzkrise müssen wir uns jetzt mit der Problematik der Arbeitslosigkeit, vor allem unter den Jugendlichen befassen", erklärte Monti.

"Nicht den Zusammenbruch Italiens erlebt"

Er bleibe als Senator auf Lebenszeit im Parlament, sagte der Lombarde. Durch sein politisches Engagement werde er seine Unabhängigkeit nicht verlieren, versicherte er. Seine Erfahrung werde er weiterhin in den Dienst des Landes stellen. "Ich habe als Premier in einer schwierigen Phase amtiert. Ich bin glücklich, dass ich nicht den Zusammenbruch Italiens erlebt habe, sondern zum Neubeginn des Landes beitragen konnte", so Monti.

AG/red
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