Langsames Aufatmen

Großteil der Buschbrände in Kalifornien gelöscht

Ausland
05.05.2013 15:53
Die Wald- und Buschbrände in der Gegend um Los Angeles haben in den letzten Tagen viele Bürger in Panik versetzt. Bis zu 5.000 Menschen mussten ihre Häuser und Luxusvillen verlassen. Doch sinkende Temperaturen und abflauende Winde helfen der Feuerwehr nun bei ihrem Kampf gegen das Flammenmeer in Südkalifornien. Rund zwei Drittel der Brände seien eingedämmt, teilten die Behörden am Sonntag mit.

Die Bewohner der bedrohten Häusern konnten aufatmen, alle Evakuierungsaufforderungen wurden aufgehoben. Die Buschbrände hatten sich im Laufe der Woche auf mehr als 110 Quadratkilometer erstreckt, eine Fläche die größer ist als die der französischen Metropole Paris.

Augenzeuge: "Es regnete Asche vom Himmel"
Obwohl die lodernden Flammen bedenklich nah an Häuser herankamen, wurden nach offiziellen Angaben nur 18 beschädigt. Menschen wurden nach bisherigen Berichten nicht verletzt. "Das war sehr furchteinflößend. Es regnete Asche vom Himmel", sagte der Schüler Calvin Waterman dem TV-Sender CNN.

In den ersten Tagen wurden die Feuer durch hohe Temperaturen von bis zu 30 Grad sowie durch heftige Winde aus wechselnden Richtungen immer wieder angefacht. Dichter Rauch lag über der Brandregion. Fernsehbilder zeigten, wie verzweifelte Bürger selbst zum Wasserschlauch griffen, um Brände knapp vor ihren Grundstücken zu löschen. Tausende Menschen wurden aufgerufen, ihre Häuser zu evakuieren.

Die Feuerwehrleute konnten zeitweise kaum atmen und sich nur sehr schwer den Brandherden nähern. Löschflugzeuge und Löschhubschrauber waren auch am Sonntag im Dauereinsatz. Viele holten sich das Wasser mit großen Eimern aus dem Pazifik, um es über die Flammenherde auszukippen.

Meteorologen sagen Regen vorher
Am Samstag sanken die für die Jahreszeit viel zu hohen Temperaturen allerdings erstmals beträchtlich unter 20 Grad. Die Luftfeuchtigkeit stieg von unter fünf auf mehr als 70 Prozent. Meteorologen rechneten sogar mit Regen. "Das ist gut, das ist, was wir wollen", sagte der Sprecher der kalifornischen Forst- und Feuerschutzbehörde Fernando Herrera der örtlichen Zeitung "Los Angeles Times".

Es handelte sich um den ersten größeren Brand in diesem Frühjahr - normalerweise beginnt die Zeit der Brände erst im August. Betroffen war vor allem der Großraum der Metropole Los Angeles. Im Küstenort Malibu, wo viele Prominente und Multimillionäre wohnen, drohten zeitweise Luxusvillen zum Opfer der Flammen zu werden.

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