Motiv unbekannt

Geiselnehmer an US-Schule stirbt nach Stürmung

Ausland
30.11.2010 22:19
Eine Geiselnahme an einer Highschool im US-Staat Wisconsin ist nach rund fünf Stunden zu Ende gegangen. Alle 24 Geiseln, darunter eine Lehrerin, seien unverletzt befreit worden, sagte der Polizeichef von Marinette, Jeffrey Skorik, am Montagabend. Der 15-jährige Geiselnehmer schoss anschließend auf sich selbst und wurde verletzt in ein Krankenhaus gebracht, meldeten lokale Medien. Dort verstarb er einige Stunden später.

Der Jugendliche war am Montag gegen 15 Uhr Ortszeit in einen Klassenraum der Marinette Highschool gestürmt. Das Motiv des Burschen war vorerst unbekannt, er stellte auch keine Forderungen. Nach Medienberichten dürfte er "Probleme in der Schule" gehabt haben. Der Jugendliche sei Schüler an der Marinette High und wohl der Klasse zugewiesen worden, die er dann in seine Gewalt brachte, sagte Skorik.

Zunächst verhandelte der Geiselnehmer unter Vermittlung der von ihm festgehaltenen Lehrerin mit der Polizei. Fünf der Geiseln kamen später frei, als sie zur Toilette gingen. Kurz nach 20 Uhr Ortszeit waren dann drei Schüsse zu hören, woraufhin die Polizisten das Klassenzimmer stürmten, in dem sich die Geiselnahme abspielte. Die Polizei stellte zwei Handfeuerwaffen sowie Patronenhülsen aus beiden Waffen sicher.

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