Der Fliesenleger, der nach Aussagen aus seinem Umfeld geschieden ist, verübte die fünf jüngsten Übergriffe innerhalb weniger Wochen auf den Campingplätzen von Ruoms, Vogüe, Privas, Lavilledieu und Saint- Didier- sous- Aubenas. Bei den Opfern handelte es sich um ein deutsches, ein niederländisches und drei französische Mädchen.
Die Zeitung "Le Parisien" hatte berichtet, dass in der Region seit Ende Juni insgesamt sieben Mädchen zwischen sieben und zwölf Jahren auf Campingplätzen Opfer von sexuellen Übergriffen geworden seien.
Der Missbrauch einer Elfjährigen in der Nacht zum Mittwoch, bei dem die zehnjährige Schwester des Opfers Zeugin wurde, war der letzte vor der Festnahme des mutmaßlichen Täters durch die Polizei am Freitag. Die Überführung des Mannes in seinem Heimatdorf Brune sei mithilfe von DNA- Spuren gelungen.
Nach Angaben des Vize- Staatsanwalts von Avignon, Olivier Couvignou, wurde gegen den Verdächtigen am späten Sonntagnachmittag ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Demnach wird ihm in fünf Fällen die Vergewaltigung beziehungsweise sexuelle Belästigung Minderjähriger von unter 15 Jahren vorgeworfen. Der Verdächtige wurde nach Avignon gebracht, wo er auf eine Anklage warten muss.
Das französische Justizministerium bestätigte am Sonntag Berichte, wonach der Verdächtige bereits vor zwölf Jahren wegen eines ähnlichen Vergehens verurteilt worden war. Demnach wurde der 32- Jährige im Jahr 2000 wegen sexueller Belästigung zu einer einjährigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt.
Die Gegend zwischen Lyon und Avignon mit ihren Schluchten, Tälern und einem Naturpark ist bei Urlaubern sehr beliebt. Mehrere Campingplatzbetreiber erklärten, dass sie ihre Sicherheitsvorkehrungen verstärkten. Dazu zählen Nachtwächter, außerdem sollen die Camper Armbänder tragen, damit registrierte Gäste leichter identifiziert werden können.