Scharfe Worte

Fekter: “Griechen aus Hängematte geflogen”

Österreich
20.10.2012 13:42
Finanzministerin Maria Fekter hat am Samstag in der Ö1-Reihe "Im Journal zu Gast" Kritik an Griechenland und seinen Sparbemühungen geübt. Das Land habe immer wieder parlamentarische Schritte beschlossen, in der Umsetzung aber nichts getan. Dass Athen nicht durch die Windschutzscheibe geknallt sei, habe es nur den Hunderten Milliarden zu verdanken, die in das Land geschaufelt worden seien. Immerhin habe Athen aber den Ernst der Lage erkannt: "Die Griechen sind aus der Hängematte geflogen und müssen jetzt einmal aufstehen", so Fekter.

Überhaupt müssten sich Griechenland und auch die anderen finanzmaroden EU-Staaten mehr anstrengen als Österreich, das laut der Finanzministerin "klüger unterwegs" sei. Mit dem Geld der EU solle Athen seine Strukturen ändern und zu einem "europafitten Wirtschaftswachstum" kommen.

Spanien "marod geredet"
Was Spanien angeht, kritisierte die Finanzministerin, dass das Land "ein bisschen marod" geredet werde. Einige würden enorm gut verdienen, wenn Spanien unter den Rettungsschirm müsse, daher werde dieses Thema geschürt, glaubt Fekter. Dabei gehe es dem Land viel besser als medial dargestellt.

Die ÖVP-Politikerin sprach sich zudem zwar für mehr europäische Zusammenarbeit in Finanzfragen aus, ein gemeinsames europäisches Budget oder einen EU-Finanzminister sieht sie jedoch "so rasch nicht". "Die Budgets sollten in den Parlamenten der Nationalstaaten bleiben, solange sie sich an die Spielregeln halten", so Fekter, "jene mit übermäßigem Defizit werden aber unter Kontrolle gestellt und von der EU Vorgaben bekommen."

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