Faymann hoffe, bei der Bekämpfung der Schuldenkrise "einige Schritte vorwärtszukommen". "Eines sage ich klar. Wenn es den Euro nicht mehr gäbe, hätten wir auf Jahre eine dauerhafte Krise in Europa", antwortet der Kanzler jenen, die ein Ende der Währungsunion als möglich ansehen.
Doch haben wir nicht schon Milliarden hineingepumpt, ohne dass eine Lösung in Sicht ist? Faymann: "Dadurch haben wir eine Rezession wie in den 1930er-Jahren verhindert. Man kann die Probleme nur langfristig lösen. Doch dazu bedarf es erster Schritte, die wir z.B. auf diesem Gipfel setzen."
"Alte Fehler korrigieren"
Man müsse die Fehler korrigieren, die zu Beginn der Währungsunion gemacht wurden. Doch das kann nicht von heute auf morgen gehen, das werde ein Prozess für die nächsten zehn Jahre.
Faymann begrüßt den neuen Wachstumspakt, die Vorschläge zur "Bankenunion" und dass der Rettungsschirm ESM eine Bankkonzession bekommen soll. Den Griechen sollte man für die Sanierung mehr Zeit geben, damit sie "Luft zum Atmen" haben - siehe auch ausführliches "Krone"-Interview vom 23. Juni in der Infobox.
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