US-Terrorpanik

Falsch geparkter Van führt zu Times-Square-Räumung

Ausland
30.12.2009 22:15
Im Schatten des verhinderten Flugzeug-Terroranschlages in Detroit hat in den USA die Panik vor Attentaten wieder zugenommen. Kurz vor den Silvesterfeierlichkeiten in New York ist der Times Square am Mittwoch wegen eines als verdächtig angesehenen Fahrzeugs vorübergehend geräumt worden. Als drei Wolkenkratzer menschenleer waren, gab die Polizei Entwarnung: nur ein Parksünder...

Das Fahrzeug war Mittwoch früh (Ortszeit) von einer Polizeistreife bemerkt worden, berichtete Polizeisprecher Paul Browne. Daraufhin sei der Platz im Herzen von Manhattan geräumt und abgesperrt worden. Drei Hochhäuser in der Umgebung wurden teilweise geräumt, darunter auch der Sitz der Technologiebörse Nasdaq. Die umliegenden Straßen wurden totalgesperrt. 

Die Polizei näherte sich dem Fahrzeug mit Roboterkameras, um es aus sicherer Entfernung zu öffnen. Darin wurden Kleidungsstücke gefunden, aber keine gefährlichen Substanzen. "Jemand hat einfach am falschen Ort zur falschen Zeit im Jahr geparkt", sagte Browne.

Bei dem verdächtigen Auto handelte es sich um einen weißen Lieferwagen ohne Nummernschilder, der nach Polizeiangaben vermutlich schon längere Zeit am Times Square abgestellt gewesen war. Auf dem Armaturenbrett habe das vermeintliche Erkennungsschild eines Sicherheitsdienstes gelegen, den es überhaupt nicht gebe. Vermutlich handelte es sich dabei um eine Maßnahme, die die New Yorker Parksheriffs verwirren sollte.

Tausende zu Silvesterfeierlichkeiten erwartet
Die New Yorker Polizei hatte die Sicherheitsvorkehrungen vor den Silvesterfeiern am Donnerstag verstärkt. Zahlreiche uniformierte Polizisten und Beamte in Zivil waren unterwegs und untersuchten alle Garagen in der Umgebung des Times Squares. Auf dem Platz mit den vielen bunten Leuchtreklamen versammeln sich zu Silvester traditionell Tausende Menschen, um die letzten Sekunden des alten Jahres herunterzuzählen. Am Ende des Countdowns wird eine beleuchtete Kugel herabgelassen. Diese große Freiluftparty wird alljährlich im Fernsehen übertragen.

Der Zwischenfall ereignete sich nicht einmal eine Woche nach dem vereitelten Anschlag eines 23-jährigen Nigerianers auf ein US-Verkehrsflugzeug. Auf den Handel an der Nasdaq hatte die Räumung nur wenig Auswirkungen. Ein Händler sagte, einige Anleger hätten Aktien aus Angst vor einem elektronischen Handelsstopp verkauft.

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