Boston-Anschlag

FBI veröffentlicht Fotos von zwei Tatverdächtigen

Ausland
18.04.2013 23:30
Die US-Bundespolizei FBI hat am Donnerstagabend Fahndungsfotos von zwei Tatverdächtigen des Bombenanschlags von Boston veröffentlicht. FBI-Chefermittler Richard DesLauriers trat gegen 17.20 Uhr Ortszeit (23.20 Uhr MESZ) vor die Presse und bat um mediale Verbreitung der Bilder sowie um Hinweise aus der Bevölkerung. "Jeder noch so kleine Tipp bringt uns ein Stück weiter in Richtung Gerechtigkeit", erklärte der Bundesagent vor zahlreichen Journalisten in Boston.

Der FBI-Mann betonte zunächst die akribische Arbeit, die unzählige Behördenvertreter beim Auswerten Tausender Hinweise und Bilder aus Überwachungskameras, Handys etc. geleistet hätten. Die Opfer des Anschlags sowie deren Angehörige - am Montag starben durch zwei Bomben beim Boston-Marathon drei Menschen, mehr als 180 wurden verletzt (siehe Infobox) - hätten volle Aufklärung verdient.

"Weltweite Suche" nach "Suspect one" und "Suspect two"
Das FBI habe es mithilfe der Polizei und anderer Behörden in den letzten zwei Tagen geschafft, zwei Verdächtige auszumachen, erklärte der erschöpft wirkende Chefermittler. "Nun brauchen wir die Hilfe der Öffentlichkeit." Unter sofortigem Blitzlichtgewitter wurden zwei Tafeln mit den Fandungsfotos von "Suspect one" und "Suspect two" ("Verdächtiger eins" und "Verdächtiger zwei") enthüllt.

Die Bilder seien in unmittelbarer Nähe des Marathon-Zieleinlaufs - also des Tatorts - entstanden, hieß es. Beide Männer trugen Rucksäcke und waren offenbar gemeinsam unterwegs. Einer der beiden, "Suspect two" mit der weißen Kappe, habe seinen Rucksack schließlich an jener Stelle abgestellt, an der später die zweite Bombe explodierte, führte DesLauriers aus.

"Extrem gefährlich und bewaffnet"
Die Fotos würden nun direkt an Millionen von Menschen auf der ganzen Welt gehen. "Wir wissen, dass die Öffentlichkeit eine große Rolle dabei spielen wird, diese beiden Individuen zu identifizieren und zu lokalisieren. Jemand da draußen kennt diese Individuen", betonte der FBI-Agent. Dennoch wies er auch explizit darauf hin, dass man sich lediglich Hinweise zur Identität der beiden vermutlich "extrem gefährlichen und bewaffneten" Männer erwarte - die Bevölkerung solle von Alleingängen aller Art Abstand nehmen.

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