Wegen Verschuldung

Experte warnt vor Zahlungsunfähigkeit der USA

Ausland
03.01.2011 10:56
Die USA stünden kurz vor der Zahlungsunfähigkeit, sollte die Obergrenze für die Staatsverschuldung nicht - wie von der Obama-Regierung verlangt - angehoben werden. Davor warnte Austan Goolsbee, der Vorsitzende von Obamas Rat der Wirtschaftsberater, am Sonntag im US-Fernsehen. Sollte es zur Zahlungsunfähigkeit kommen, wären die Folgen weit schlimmer als nach der Wirtschaftskrise im Jahr 2008.

Wenn es keine Erhöhung der Obergrenze für die Staatsverschuldung geben wird, "würden wir im Kern unsere Anleihen nicht mehr ordnungsgemäß bedienen können", so Goolsbee. "Dies wäre noch nie dagewesen in der Geschichte der Vereinigten Staaten", fügte er hinzu. "Die Folgen für unsere Wirtschaft wären katastrophal, das wäre eine schlimmere Wirtschaftskrise als jene, die wir 2008 gesehen haben", warnte der Wirtschaftsberater. 

Obergrenze liegt momentan bei 14,3 Billionen Dollar
Die Obergrenze für die gesamte US-Staatsverschuldung liegt derzeit bei 14,3 Billionen Dollar (10,7 Billionen Euro). Die USA sind nur noch 400 Milliarden Dollar von der Grenze entfernt. Konservative Haushaltspolitiker im Kongress sind gegen eine weitere Anhebung und argumentieren, der US-Schuldenstand sei bereits hoch genug.

Staaten holen sich frisches Geld von Anlegern
Wenn sich Staaten verschulden, geben sie Anleihen aus, die von institutionellen und privaten Anlegern gekauft werden. So erhalten die Staaten frisches Geld, während die Anleger ihrerseits Zinsen auf ihr angelegtes Kapital erhalten. Die hohen Schulden der Staaten in der Folge der Wirtschaftskrise lassen bei Anlegern rund um den Globus die Sorge wachsen, ob die Staaten dabei ihren Verpflichtungen noch nachkommen können. In Europa wurden bisher Griechenland und Irland von den anderen EU-Staaten vor der Zahlungsunfähigkeit gerettet.

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