63-Jähriger empört

Ex-Geliebte: DSK eine “Mischung aus Mensch & Schwein”

Ausland
21.02.2013 19:57
Ex-IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn will sich gegen den Roman einer Ex-Liebhaberin zur Wehr setzen. In einem Brief an das französische Nachrichtenmagazin "Le Nouvel Observateur" äußerte der in mehrere Sex-Affären verstrickte Politiker am Donnerstag seine "Abscheu" über das Werk. Gleichzeitig kritisierte er die Redaktion des Blattes, die der Autorin, welche den 63-Jährigen als "Mischung aus Mensch und Schwein" bezeichnet, den Titel der jüngsten Ausgabe widmet.

In dem kommende Woche erscheinenden Buch "Belle et Bête" (je nach Lesart "Schöne und Biest" oder "Schön und Dumm") hat die Autorin Marcela Iacub nach eigenen Angaben eine mehrmonatige Affäre mit Strauss-Kahn verarbeitet.

Die Beziehung soll von Jänner bis August vergangenen Jahres angedauert haben. Strauss-Kahn hatte damals noch mit Vergewaltigungsvorwürfen eines New Yorker Zimmermädchens zu kämpfen. Jene Affäre wurde erst Ende 2012 mit einer außergerichtlichen Einigung beigelegt (siehe Infobox).

Strauss-Kahn als "Mischwesen aus Mensch und Schwein"
Im Interview mit dem "Nouvel Observateur" stellt Iacub den ehemaligen Spitzenpolitiker als egoistisches, unsensibles "Mischwesen aus Mensch und Schwein" dar. Er sei jedoch kein Vergewaltiger und "nicht einmal böse", meinte die Autorin.

Strauss-Kahn schrieb in seinem Brief an den "Nouvel Observateur"-Gründer, er empfinde "Abscheu" über das Verhalten einer Frau, die verführe, um ein Buch zu schreiben, und Gefühle finanziell ausschlachte. Ungeachtet des fiktionalen Charakters sei das Buch ein "verachtenswerter Angriff" auf seine "Person und Würde".

Buch als weitere Belastung im Kampf um einen Neuanfang
Neben Strauss-Kahn drohte auch dessen Frau Anne Sinclair mit rechtlichen Schritten gegen den "Nouvel Observateur" und die Autorin. Sinclair hatte erst im vergangenen Sommer ihre Trennung von DSK, wie Strauss-Kahn in Frankreich auch genannt wird, bestätigt.

Für den früheren Direktor des Internationalen Währungsfonds ist das Buch im Kampf um einen Neuanfang eine weitere Belastung. Der 63-Jährige muss wegen der Teilnahme an illegalen Sex-Partys noch immer eine Anklage in Frankreich fürchten.

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