Keine Tsunami-Gefahr
Erdbeben in Japan: Mindestens 24 Menschen verletzt
Das Erdbeben ereignete sich laut Wetterbehörde am Samstagmorgen um 5.33 Uhr Ortszeit nahe der Hafenstadt Kobe. Den Angaben zufolge lag das Zentrum des Bebens in einer Tiefe von 15 Kilometern unter der Insel Awaji im Seto-Binnenmeer in der Präfektur Hyogo.
Keine Störungen in derzeit aktiven Atomreaktoren
Der Erdstoß erschütterte den gesamten Westen der Insel Honshu. Auch auf den Inseln Shikoku im Süden und Kyushu im Südwesten war das Beben zu spüren. Der regionale Bahnverkehr wurde unterbrochen, die Hochgeschwindigkeitszüge drosselten das Tempo in der Gegend. Auch am internationalen Flughafen von Kansai und am Flughafen Itami von Osaka war der Betrieb zwischenzeitlich unterbrochen, wie der Nachrichtensender NHK berichtete. Im Laufe des Vormittags normalisierte sich der Verkehr jedoch wieder schnell.
Der Stromversorger Kansai Electric Power erklärte, es habe keine Störungen in seiner Atomanlage Oi gegeben. Dort stehen die beiden einzigen Reaktoren, die derzeit in Japan in Betrieb sind. Der Betrieb laufe weiter, da keine Probleme festgestellt worden seien, sagte ein Sprecher der Nachrichtenagentur AFP. Derzeit werde aber noch untersucht, ob es irgendwo Schäden gebe.
Schwerstes Erdbeben in der betroffenen Region seit 1995
Obwohl das Beben vom Samstag ersten Erkenntnissen zufolge relativ glimpflich verlief, war es der schwerste Erdstoß in der Region Hyogo seit einem Beben der Stärke 7,2, bei dem im Jänner 1995 in Kobe mehr als 6.400 Menschen ums Leben gekommen waren.
Vor rund zwei Jahren hatte ein Erdbeben der Stärke den Nordosten Japans erschüttert und einen bis zu 20 Meter hohen Tsunami ausgelöst. Fast 16.000 Menschen starben, rund 2.700 Menschen gelten bis heute als vermisst. Das Erdbeben und der Tsunami lösten damals auch schwere Reaktorunfälle im Atomkraftwerk Fukushima aus. Es war der schwerste Atomunfall seit der Katastrophe von Tschernobyl im Jahr 1986.







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