In einer offiziellen Erklärung zu dem Einsatz hieß es: "Aufgrund gewalttätiger Vorkommnisse im Gefängnis von Uribana wurde eine Durchsuchung notwendig, um die Insassen der Haftanstalt komplett zu entwaffnen."
Erst zwei Stunden nach Beginn des Einsatzes waren den Angaben zufolge erste Detonationen in dem Gefängnis zu hören. Es wird vermutet, dass die Häftlinge die Sicherheitskräfte daran hindern wollten, in bestimmte Teile des Gefängnisses vorzudringen. Dutzende Krankenwagen waren vor Ort. Vor der Haftanstalt, wo es zu Auseinandersetzungen zwischen protestierenden Angehörigen der Insassen und den Sicherheitskräften gekommen war (Bild 3), fuhren Panzerwagen auf.
In Uribana sind rund 2.500 Männer und etwa 140 Frauen inhaftiert. In Venezuela kommt es immer wieder zu blutigen Auseinandersetzungen in Gefängnissen. Oft handelt es sich um Abrechnungen zwischen rivalisierenden Banden. Erst im vergangenen August waren in dem völlig überfüllten Gefängnis Yare I der Stadt Guatire in der Nähe der Hauptstadt Caracas 25 Häftlinge bei Kämpfen zwischen Gangs ums Leben gekommen.