Gemälde-Schwindel

Deutsches Trio betrog Kunstwelt mit 20 Fälschungen

Ausland
04.09.2010 19:34
Ein deutsches Trio soll die Kunstwelt mit hochkarätigen Fälschungen ausgetrickst haben. Ein Mann und seine zwei weiblichen Komplizinnen versteigerten in den letzten Jahren bis zu 20 gefälschte Gemälde, die angeblich aus einer Privatsammlung stammen, über Auktionshäuser.

Der Schaden gehe in die Millionen, berichtet die "Welt am Sonntag". Die Staatsanwaltschaft Köln bestätigte: "Es gibt ein großes Verfahren bei uns", sagte Oberstaatsanwalt Günther Feld. Vor zwei Wochen habe die Polizei Hausdurchsuchungen durchgeführt. 

Bei den drei festgenommenen Verdächtigen handelt es sich um eine 57-jährige Frau, ihre Schwester (52) und deren 59-jährigen Mann. 

Fälschung erzielte Rekordpreis
Eine der Fälschungen sei das Gemälde "Rotes Bild mit Pferden" von dem Expressionisten Heinrich Campendonk. Vor vier Jahren habe es im Auktionshaus Lempertz in Köln einen Rekordpreis von 2,4 Millionen Euro erzielt. Betroffen sollen auch Werke sein, die dem Maler Max Pechstein zugeschrieben werden.

Eine Reihe von Kunstexperten und Händlern hätten die Werke für echt erklärt, schreibt die "Welt". Einige wussten aber offenbar von den Fälschungen: Eine Kunsthistorikerin habe erklärt, unter Druck ein falsches Gutachten abgegeben zu haben, heißt es. 

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