Bilaterales Treffen
China und USA bei Gipfel um frischen Wind bemüht
Obama versicherte, dass die USA den "steten friedlichen Aufstieg Chinas zu einer Weltmacht" begrüßten. "Tatsächlich liegt es im Interesse der Vereinigten Staaten, dass China auf seinem Weg zum Erfolg weiter vorankommt", sagte Obama. Ein stabiles China in Wohlstand sei gut für die gesamte Welt.
Xi, der seit März chinesischer Staatschef ist, nannte es als Gipfel-Ziel, eine "Blaupause" der künftigen chinesisch-amerikanischen Beziehungen zu entwerfen. Das beiderseitige Verhältnis befinde sich an einem neuen "historischen Startpunkt". Beide Seiten hätten eine Menge gemeinsamer Interessen, von der Förderung des heimischen und globalen Wirtschaftswachstums bis hin zur Bewältigung internationaler und regionaler Krisen, sagte Xi.
Staatschefs sollen persönliche Beziehung aufbauen
Die beiden Präsidenten trafen sich auf dem abgeschiedenen Anwesen Sunnylands des gestorbenen Medienmoguls und Kunstmäzenen Walter Annenberg in Rancho Mirage. Der informelle Charakter soll es nach Einschätzung von Experten Obama und Xi erleichtern, eine persönliche Beziehung zueinander aufzubauen. Das sei auch das Hauptziel der Begegnung.
So traten Obama und Xi zwar im Anzug, aber ohne Krawatte auf, und die Begegnung begann vor laufenden Kameras mit einem freundschaftlichen Händedruck. Obama wies aber zum Auftakt des Treffens vor Journalisten auch darauf hin, dass es "Bereiche von Spannungen" zwischen beiden Ländern gebe. "Aber es liegt sehr in unserem Interesse, dass wir zusammenarbeiten", sagte der US-Präsident.
Nationen müssen sich an Wettbewerbsregeln halten
Er räumte ein, dass sich die beiden größten Volkswirtschaften der Welt naturgemäß in einem Wettbewerb befänden - und mahnte ein, dass sich Nationen an dieselben Regeln halten müssten. Die USA werfen China seit Langem vor, sich im Handel unfaire Vorteile zu verschaffen.
Obama hob in diesem Zusammenhang auch hervor, dass die USA und China im Bereich der Cybersicherheit zusammenarbeiten und Konflikte beilegen sollten. Er bezog sich dabei offensichtlich auf US-Erkenntnisse, nach denen China sich durch ausgedehntes Hacking technologisches Know-how aus den USA zu beschaffen versucht. Auch Xi betonte, es müssten Wege zur Lösung der Probleme in dem Bereich gefunden werden.
Auch Menschenrechte aufs Tapet gebracht
Obama sprach auch das Thema Menschenrechte an. Er werde nicht darin nachlassen, die Bedeutung dieser Frage zu betonen, sagte der US-Präsident.
Xi zog Parallelen zu jener Zeit vor mehr als 40 Jahren, als China und die USA - unter dem damaligen Präsidenten Richard Nixon - die Tür zu beiderseitigen Beziehungen geöffnet hätten. Es gebe eine Reihe Herausforderungen, die mehr Austausch und Kooperation erforderten. "Wir müssen darüber nachdenken, welche Art von Verhältnis wir wollen", sagte Xi. Es müsse ein "neues Modell" der US-chinesischen Beziehungen aufgebaut werden, das aus gegenseitigem Respekt beruhe.







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